In der Wachau – und nicht nur dort – werden Dirndl und Trachten seit langem von Generation zu Generation weitergegeben. Die „Blaudruckdirndl“ sind meist von einer Schneiderin nach Maß angefertigt, aber wenn die Trägerin rauswächst, dann bekommt die jüngere Schwester oder die Tochter das Dirndl. Kleine Änderungen sind bei qualitätvollen Dirndl nicht nur leicht möglich, sondern von vorneherein mitgedacht. Bei einer Schwangerschaft zum Beispiel, muss es möglich sein, dass so viel Stoff um die Leibesmitte „rausgelassen“ wird, dass auch der Babybauch Platz hat. Danach wird das Dirndl wieder an die Figur angepasst.
Viel mehr noch als beim Dirndl ist die Trägerin einer Original Wachauer Tracht mit Wachauer Haube stolz auf die vielen Frauen in der Familie, die schon vor ihr das Bürgerkleid aus Brokat und die kunstvoll gefertigte Kopfbedeckung getragen haben.
Gleiches gilt natürlich für Lederhosen und Trachtenanzüge. Die hohe Qualität der Kleidungsstücke verbietet es geradezu,
Die Wachauer Trachtengruppe Medelike mit ihren aufwändigen Trachten und den Wachauer Hauben – bei der Goldhaubenwallfahrt im Mostviertel – immer am 15. August des Jahres. Foto: Wolfgang Simlingerdiese Gewänder in den Altkleidersack zu stecken. Und meist können Trägerinnen und Träger viele spannende, dramatische oder lustige Geschichten erzählen, die sie mit den traditionellen Kleidern verbinden.