Die Stadt Istanbul liegt auf zwei Kontinenten. Sie ist die Verbindung von Europa und Asien – schon daher ist ihrer Position und ihre Geschichte etwas Besonderes. Durch die Lage auf beiden Seiten des Bospurus, der das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbindet, war Istanbul ein wichtiger Handels- und Verkehrsknotenpunkt und sehr oft heiß umkämpft.

Schon in der Steinzeit siedelten hier Menschen. Auf der Halbinsel zwischen dem Goldenen Horn, einem Meeresarm, dem Bosporus und dem Marmarameer liegt der historische Kern der Stadt, wo griechische Kolonisten aus Megara um 660 v. Chr. die Kolonie Byzantion gründeten. Die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Handelsort und schließlich erhob sie der römische Kaiser Konstantin zu seiner Hauptstadt im Osten. Nach dem Tod Kaiser Konstantins 337 wurde die Stadt offiziell in „Constantinopolis“ umbenannt. Nach dem Untergang es weströmischen Reichs wurde Konstantinopel die Hauptstadt des oströmischen Reiches – bis zur Eroberung durch die Osmanen 1453. Bis 1922 war Istanbul, wie es nun genannt wurde, die Hauptstadt des Osmanischen Reichs.

Heute ist Istanbul eine Mega-City mit 20 Millionen Einwohnern. Ein Schmelzpunkt zwischen Europa und Asien, eine vielbesuchte Stadt mit interessanten Spuren aus vielen Epochen der Geschichte, mit zahlreichen Moscheen, Museen, einer modernen City und einem riesigen Basar.

Wenn man durch die Altstadt rund um die Hagia Sophia flaniert, findet man sich in einem Märchen von Tausendundeiner Nacht wieder, besucht man den Palast Topkapi fühlt man sich wie im Film „Topkapi“ von Jules Dassin mit Peter Ustinov, Maximilian Schell und Melina Mercour, in dem es um den Diebstahl des Topkapi-Dolches geht.

Außerhalb des Zentrums ist man in einer modernen City mit Bank- und Wirtschaftszentren. Istanbul ist so vielfältig wie seine Geschichte und überrascht hinter jeder Ecke und Kurve mit etwas Besonderem – und mit freundlichen Menschen.

Auch kulturell ist Istanbul ein Schmelztiegel. Istanbul besitzt zahlreiche Theater, Opernhäuser und Konzerthäuser, zu den bekanntesten Orchestern gehört das Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra (BIFO), das 1993 gegründet wurde, doch in den Gassen erklingen orientalische Melodien – traditionell wie auch modern interpretiert.


Zwei Ensembles, die traditionelle türkische Musik mit modernen Elementen kombinieren, entführen uns am 12. Juni im Haus der Regionen in Krems-Stein in diese Welt: Die Band „Nağme“ (dt. Klang, Melodie) mit ihrer Bandleaderin Servuj vereint östliche und westliche Einflüsse, die Lieder umfassen türkische Kunstmusik, Tango, Jazz, Rembetika und alternative Pop-Melodien. Die Geschichten erzählen vom sehnsüchtigen Vermissen Istanbuls, von Liebe, Melancholie, gelegentlicher Eifersucht, Stille, Wunder, Freiheit, Märchen und Frieden. Wie die Stadt kreieren sie Brücken zwischen Kontinenten und Menschen.
Die Sängerin Özlem Bulut und der Geiger Efe Turumtay stehen für eine neue Mischung aus orientalischer Volksmusik mit Elementen aus Jazz und Pop und behandeln die kurdische Kindheit Buluts, Beziehungen zwischen Welten und eigene Erfahrungen.
Karten sind auf www.ticketladen.at erhältlich!
