Musik, die verbindet

Das neue Konzertjahr im Haus der Regionen Krems-Stein spannt einen weiten musikalischen Bogen: von Liebe und Wiener Soul über gesellschaftlich relevante Texte bis hin zu mediterranen Klangreisen und vokaler Lebensfreude, bringt die Saison 2026 Künstlerinnen und Künstler auf die Bühne, die mit musikalischer Tiefe erzählen, berühren und verbinden.

Anbei ein kompakter Überblick, was uns bis zum Sommer erwartet:

„Liebe / Love / L’amour“ -„Schick Sisters & Friends“ am 14. Februar 2026

Traditionell eröffnen die Schick Sisters auch 2026 den Konzertreigen – und das passenderweise am Valentinstag. Katharina, Christine und Veronika Schick widmen sich gemeinsam mit musikalischen Weggefährtinnen und Wegefährten einem der zentralen Themen der Musikgeschichte: der Liebe.

Unterstützt werden die Schwestern vom Ensemble Strange 4 mit Flöte, Piccolo, Oboe, Saxophon und Bassklarinette, das einen „strangen“ Streifzug von klassischer bis zeitgenössischer Musik beisteuert. Dazu kommen Eddie Luis (folksmilch) und Thomas Gravogl, die das musikalische Spektrum erweitern. Vom Minnelied bis zum „L’amour-Hatscher“ entsteht ein fulminanter Abend, der stellvertretend für die Vielfalt der gesamten Saison steht.

Seitinger&Maierhofer – Hauptsoch de Leut habn was zum Redn am 27. Februar 2026

Auf den Auftakt folgen Seitinger&Maierhofer mit Geschichten aus dem Alltag – beobachtend, humorvoll und manchmal schmerzhaft ehrlich. Ihre Lieder im obersteirischen Dialekt bewegen sich zwischen Jazz, Volksmusik und Pop und tragen die Handschrift eines Duos, das genau hinhört und hinschaut.

Begleitet von Jonny Kölbl an der steirischen Harmonika, Tobias Steinrück am Kontrabass und Klaus Fürstner am Schlagzeug entsteht ein dichter Klangraum, in dem gesellschaftliche Skizzen ebenso Platz haben wie leise Gänsehautmomente. Das aktuelle Album führt ins Mürztal – eine Region voller Kontraste, die liebevoll und kritisch zugleich porträtiert wird.

Birgit Denk Trio – Denk zu dritt – 7. März 2026

Liebevoll wurde auch dieses Programm zusammengestellt, denn im Trio-Line Up „Denk zu dritt“ kehrt Birgit Denk zu ihren Wurzeln zurück. Gemeinsam mit Alexander Horstmann am Bass und Ludwig Ebner-Reiter an der Gitarre, mit denen sie seit über 25 Jahren musiziert.

Im Wiener Zungenschlag werden Geschichten erzählt, gesungen und geteilt – unter dem augenzwinkernden Motto „Wein, Weib und Gesang“. Kleine, feine Räume sind das bevorzugte Terrain dieses Trios, das auf große Gesten verzichtet und stattdessen auf Atmosphäre, Schmäh und musikalische Intimität setzt.

 

Vom Rand zur Mitte – Treibhoiz & Manuela Seidl – 27. März 2026

Auf eine Rückkehr zu den Wurzeln folgt Ende des Monats ein mutiger Aufbruch zu neuem, denn „Vom Rand zur Mitte“ ist ein besonderes Projekt, das Menschen mit Down-Syndrom eine Bühne gibt. Ihre Texte, Gedichte und Kurzgeschichten stehen im Zentrum dieses Abends und werden von der Schauspielerin Manuela Seidl mit großer Sensibilität rezitiert.

Die musikalische Umrahmung übernimmt Treibhoiz, ein 2020 gegründetes Bläserensemble mit Querflöte, Oboe, Klarinette, Altsaxophon und Bassklarinette. Die fein abgestimmte Musik schafft Raum für Worte, Gedanken und Emotionen und macht diesen Abend zu einer berührenden Begegnung zwischen Sprache und Klang.

 

Domo Emigrantes – Mediterraneo – 11. April 2026

Wer im April auf Frühlingsgefühle hofft, muss sich nicht allein auf das Wetter verlassen, denn Domo Emigrantes lassen die musikalische Vielfalt des Mittelmeerraums durch das Haus der Regionen wehen. Zum Teil selbst aus Süditalien stammend, verbinden die Musiker eigene Traditionen mit energiegeladenen Arrangements und einer rhythmisch dichten Klangsprache.

Mit Gesang, Gitarre, Violine, Akkordeon und Percussion sowie Instrumenten wie Bouzouki und sizilianischer Flöte entsteht ein musikalisches Mosaik, das kulturelle Grenzen überschreitet. „Mediterraneo“ feiert das Dazwischen – die Vielfalt, die Einheit und die emotionale Kraft einer Region, die seit jeher Kreuzungspunkt von Kulturen ist.

 

5/8erl in Ehr’n – 20 Jahre Wiener Soul – 24. April 2026

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen und am 24. April tun wir das im Haus der Regionen mit „5/8erl in Eh´rn“: Seit 20 Jahren prägt das Ensemble den Wiener Soul – lässig, groovend und unverkennbar.

Was als Insider-Tipp begann, entwickelte sich rasch zu einer festen Größe der österreichischen Musiklandschaft.

Mit Max Gaier und Robert Slivovsky am Gesang, Miki Liebermann an der Gitarre, Hanibal Scheutz am Bass und Clemens Wenger an E-Piano und Akkordeon spannt die Band einen Bogen von gefühlvollen Balladen bis zu komischen Burlesken. Songs wie „Siasse Tschick“, „Badeschluss“ oder „Vaporizer“ sind längst Teil der Popkultur – ein Abend zum Mitfeiern, Mitsingen und Zurücklehnen.

folksmilch – Palermo – 8. Mai 2026

Im Mai wird das Haus der Regionen zu einem „Spielplatz ohne Grenzen“, denn so verstehen folksmilch Musik. In ihrem Programm – und dem gleichnamigen Album – „Palermo“ laden Christian Bakanic (Akkordeon, Percussion, Gesang), Klemens Bittmann (Violine, Mandola, Gesang) und Eddie Luis (Kontrabass, Percussion, Gesang) zu einer atemberaubenden Klangreise ein.

Klassik, Jazz, Pop, Folklore, Tango Nuevo, Balkan-Swing und Kabarett verschmelzen zu einem lebendigen Ganzen. Bekannte Werke von Mozart, Piazzolla, oder Michael Jackson erscheinen in neuem Klanggewand – virtuos, humorvoll und voller Energie.

Faltenradio – Überschall – 30. Mai 2026

Was erwartet uns am 30. Mai im Haus der Regionen? Wenn man „Faltenradio“ fragt lautet die Antwort: Ein musikalisches All-you-can-eat-Buffet! Mit Klarinetten, Bassetthorn, Bassklarinette, diatonischer Harmonika, Stimme und Percussion bewegen sich Matthias Schorn, Stefan Prommegger, Alexander Neubauer und Alexander Maurer mühelos zwischen Volksmusik, Klassik, Jazz, Klezmer und Kabarett.

Ihr Programm „Überschall“ balanciert zwischen Lachen, Nachdenklichkeit und Gänsehaut. Klug ausgewählte Texte – diesmal unter anderem von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung und André Heller – und eine charmant-lakonische Moderation machen den Abend zu einem musikalischen Erlebnis mit Tiefgang.

 

Gesangskapelle Hermann – Sehr sogar – 12. Juni 2026

Seit über einem Jahrzehnt begeistert die Gesangskapelle Hermann mit Mundartgesang, der unter die Haut geht. Simon Gramberger, Simon Scharinger, Stephan Wohlmuth, Joachim Rigler und Bernhard Höchtel singen von Alltäglichem, Großen und Peinlichem – schüchtern vorgetragen und doch schonungslos ehrlich.

Mit dem aktuellen Album „Sehr sogar“ zeigt sich das Vokalensemble so vielfältig wie eh und je: Hip Hop, Schlager, Pop, schrill und leise, humorvoll und berührend. Ein Abend, der Lebensfreude feiert und das Publikum einlädt, für ein paar Stunden im Moment zu sein.

Die Konzert-Saison 2026 im Haus der Regionen Krems-Stein zeigt, wie vielfältig, lebendig und berührend Musik sein kann. Wir freuen uns auf viele besondere Abende – und vor allem auf ein Wiedersehen mit Ihnen im Haus der Regionen Krems-Stein.

 

Fotos: 1. Helmut Lackinger, 2. Helga Traxler, 3.Ralph König, 4.Georg Buxhofer, 5.Theresa Pewal, 6.Stefano Sola, 7.Astrid Knie, 8. Lucija Nova, 9.Lukas Beck, 10.Christoph Liebenritt