HeimatLieder

(c) Niederösterreich Werbung, Michael Liebert
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Heimatlieder sind in den allermeisten Fällen positiv konnotiert. Entweder handeln sie von der Liebe zur beziehungsweise Sehnsucht nach der Heimat oder aber sie beschreiben konkrete Orte als den schönsten Flecken Erde. Jedenfalls gehören sie den Bewohnern eines bestimmten Gebiets.

In die niederösterreichische Volksliedforschung eingelesen, fällt eine Sammlung mit 397 Heimatliedern bzw. Ortshymnen besonders auf: die Sammlung von Josef Buchinger, vorgelegt 1970.

Entstehungsgeschichte.
Heimatlieder stellen eine eigene Gattung dar und nehmen eine Art Sonderstellung innerhalb der Volkslieder ein. Sie sind nicht besonders alt. Walter Deutsch (1923-2024) schreibt in einem Aufsatz aus dem Jahr 1990: „Zahlreiche Heimatlieder und Ortshymnen entstanden nach 1919 aufgrund der Einführung des Lehrfaches „Heimatkunde“ an den Pflichtschulen“ und weiter: „Eine zweite schöpferische Periode für das Heimatlied kann mit der Wiedererrichtung der Republik Österreich, 1945, festgemacht werden. Ein neues Heimatbewusstsein wurde geboren, die Identifikation mit Österreich gestärkt.“

Sammlung Buchinger, Heimatlied, der Gemeinde Groß-Harras zur 800-Jahrfeier im Jahr 1956 zugeeignet. Text: VD Friedrich Mader, Weise: Hans Bauernfeind. IN 1727.
Festchor für vier Männerstimmen und Bläsersextett: Liedanfang: „Wo das eb´ne Land an der Thaya Strand wird gesäumt von sanften Höh´n, …“.
Im Refrain aller drei Strophen heißt es: „Heimat mein, so lieb und so traut, wie hat Dich Gott so schön, so niedlich hingebaut. Dir gilt mein bester Gruß, mein frohes Lied! Teure Heimat, Dich zu preisen, werd´ich nimmer müd´!“.(Auf das Notenbild klicken, um das ganze Lied zu sehen.)

Großharraser Heimatlied (Text: Fritz Mader, Melodie: Hans Bauernfeind)

  1. Wo das eb’ne Land an der Thaya Strand wird gesäumt von sanften Höhn,
    siehst auf wucht’gem, trotzend jedem Sturm, der Malteser Kreuz du steh‘n.
    Blickt ins Land ringsum, winkt dem Buchberg stumm, grüßt die Dörfer hier und dort,
    in seinem Schutze liegt, ans Kirchlein hingeschmiegt, mein lieber Heimatort:

Refrain:
Großharras, du Heimat mein, so lieb und so traut,
wie hat dich doch Gott so schön, so niedlich hingebaut.
Dir gilt mein bester Gruß, mein frohes Lied!
Teure Heimat, dich zu preisen wird‘ ich nimmer müd‘!
Teure Heimat, dich zu preisen wird‘ ich nimmer müd‘!

  1. Wenn der Wachtel Schlag weckt den neuen Tag, grüßt der Morgensonne Glut,
    und im Windesweh’n stolz die Ähren steh’n knisternd rauscht die gold‘ne Flut,
    wenn aus Rebgerank tönt der Vögel Sang, froh der Winzer heimwärts zieht;
    fährt spät vom Felde her, hoch auf der Wagen schwer, klingt meiner Heimat Lied:

Refrain:
Großharras, du Heimat mein, …

  1. Echte Bauernkraft Jahr für Jahr hier schafft, pflegt die Rebe, pflügt die Flur,
    ringt mit ems’gem Fleiß um der Erde Preis, folgend treu der Väter Spur.
    Gibt des Vaters Hand das ererbte Land müd‘ dem Sohn zu weit’rer Hut:
    Bleib du der Scholle treu, halt stets die Heimat frei! Sie ist dein höchstes Gut!

Refrain:
Großharras, du Heimat mein, …

(Texttranskription z. Vfg. gestellt von Herbert Wolfbeißer, Obmann des Musikvereins Großharras, Juni 2026.)

Als drittes Motiv für das musikalische Schaffen dienen Anlässe. Begeht ein Ort, eine Gemeinde beispielsweise ein Gründungsjubiläum, bekommen „Ortsmusici“ mitunter den Auftrag, ein Ortslied zu komponieren. Der musikalische Stil und die Wortwahl ändern sich mit der Zeit und unterscheiden sich heute meist von den überlieferten Heimatliedern, ausgenommen überlieferte Melodien werden gecovert.

Zum 100-Jahr-Jubiläum der Stadterhebung erhält Scheibbs dieses Jahr eine neue Interpretation des traditionellen Heimatliedes „Kennst Du das Kleinod“. Der heimische Musiker Philipp Schagerl transformierte das Lied zu einem Dialektpopsong „100 Jahre Scheibbs“. Das Jahr 1352 gilt für Scheibbs zwar als Gründungsjahr, am 26. Juni 1926 aber wurde Scheibbs erst offiziell zur Stadt erhoben.
Im Refrain heißt es: „Scheibbs, 100 Jåhre Scheibbs, då bin i daham und dabei bleibts, weil Du gibst ma Kråft, gnua Ruah und no viel mehr, Danke Du bist lebenswert, einfach legendär!“.

YouTube Video 100 Jahre Scheibbs – Philipp Schagerl (Official). https://www.youtube.com/watch?v=DUEGDCXOQ7A

Zum Vergleich der historische Beleg aus der Sammlung Buchinger.

Ode an das Kleinod. Quelle: Sammlung Buchinger, Heimatlied Scheibbs, Text: Friederike Wawrik, Musik: Josef Grumbeck. IN 1727.

Überlieferung.
Im Mostviertel verbreitet ist das Loblied „Hoch vom Ötscher drobn, wo der Gamsbock steht und der Ålmafrieden ummanånder geht, siacht ma Berg und Tål, Wiesen überåll, und das schöne Erlauf Tål“, so die erste Strophe. Die Melodie hat sich verbreitet und so hört man hin und wieder, wie spontan Ortsbezeichnungen ausgewechselt werden.

Ötscherlied. Quelle: Draxler/Scheiber, Liederösterreich, S. 173-174.

Tonaufnahme vom Ötscherlandtrio. HeiVo 65 CD II/1, 2:20. Hier klicken!

Erst jüngst hat ein Ensemble, das beim niederösterreichischen Volksmusikwettbewerb im Mai dieses Jahres mitwirkte, eine zurechtgesungene Version vorgetragen. Die Kitzbergmusi, Altersgruppe II (Durchschnittsalter 12 und 13 Jahre) aus der Musikschule Piestingtal, in der Besetzung mit zwei Klarinetten, Flügelhorn und Steirischer Harmonika, gab u. a. das Kitzberg Lied zum Besten. Da heißt es in der ersten Strophe: „Hoch vom Kitzberg drobn, wo der Gamsbock steht und der Ålmafrieden ummanånder geht, siacht ma Berg und Tål, Wiesen überåll und das schöne Woadmasfelder (Weitmannsfelder) Tål“. (Anmerkung: Der Kitzberg liegt zwischen Pernitz und Weitmannsfeld).

Die legendären Kern Buam aus der Weststeiermark – sie musizierten von Ende der 1940er bis in die 2000er-Jahre und waren Vorbild für zahlreiche Tanzmusiken in der Steiermark und darüberhinausgehend – widmeten das Lied ihrer Heimat Gradenberg (Gradenberg-Piber ist heute eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Köflach): „Jå in Grådenberg, då is die Geierwånd, wo ma einisiacht ins greane Steirerlånd, siacht ma Berg und Tål, Wiesen überåll und das scheane, greane Grådner Tål“.

Blättert man die Viertelsliederbücher unseres Bundeslandes durch, so fällt auf, dass im Waldviertel und in der Wachau relativ viele Heimatlieder bekannt sind. Keine Frage, dass auch das Weinviertel, das Industrieviertel und das Mostviertel (siehe Ötscherlied) mit Heimatliedern aufwarten können. Sehr gerne gesungen – wenn noch im Repertoire von Singgemeinschaften vorhanden – wird das Heimatlied „Geh i durch mei Lånd“, abgedruckt im Singbuch „Lieder aus dem Mostviertel“, ausgewählt und eingerichtet von Walter Deutsch unter Mitarbeit von Toni Distelberger, herausgegeben von der Volkskultur Niederösterreich, Mödling 1996, S. 14.
Im allgemeinen Gedächtnis geblieben ist auch das niederösterreichische Heimatlied (manches Mal als „alte“ Landeshymne bezeichnet) „Is wo a Landl“. Die Melodie stammt von Paul Herzbach, der Text von Josef Wagner (1874 – 1938). Textlich wird in insgesamt sechs Strophen auf das „Österreich unter der Enns“ mit seinen typischen Landschaften Bezug genommen:

Die Heimatlieder in den Viertelsliederbüchern beziehen sich mehr auf Landschaften als auf konkrete Orte. Im Singbuch „Lieder aus dem Waldviertel“ sind insgesamt sieben Heimatlieder publiziert: Das populärste aller Waldviertler Heimatlieder ist das in mehreren Fassungen bekannte „O Hergott, o Herrgott, i hätt a Gebitt, jå ålls derfst ma nehma, nur mei Wåldviertel nit!“.

Waldviertler Heimatlied, „O Herrgott, …“. Quelle: Singbuch „Lieder aus dem Waldviertel, ausgewählt und eingerichtet von Walter Deutsch und Elisabeth Mayer“, Volkskultur Niederösterreich, 3. Auflage, Atzenbrugg 2012, S. 12-13.

Eine spezielle Form des Heimatlieds stellt das Wachaulied dar. Darin geht es um den Liebreiz der Landschaft, den edlen Wein und die süße Liebe. Der namhafteste Komponist war Ernst Schandl (1919 – 1997). Stellvertretend seien die Kompositionen „Mein Donautal“ oder das Wachauer Walzerlied „Wachau, Wachau, Du Träumerin“ genannt.

Wachauer Walzerlied „Wachau, Wachau, Du Träumerin“. Quelle: Draxler/Scheiber, Liederösterreich, Volkskultur Niederösterreich, Atzenbrugg-Wien, 1999, S. 317-319.
YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=8Rbmbb4Q8lU&list=RD8Rbmbb4Q8lU&start_radio=1

Aktuelle Situation.
Heimatlieder als volksmusikalische Gattung haben an Bedeutung verloren. Die Gesellschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten rasant gewandelt. Das Alltagstempo ist gestiegen, die Mobilität gehört zum täglichen Leben und das, was man unter Globalisierung, nämlich der weltweiten Verflechtung von Wirtschaft, Politik, Kommunikation, Kultur u.a., versteht, verändert unser Verhalten. Die Sehnsucht nach einem Ort des Wohlfühlens, des „Sich-nicht-erklären-Müssens“, der Sicherheit, der Zugehörigkeit dürfte aber dennoch zeitlos sein.
Heute fühlt man sich tendenziell eher einem Land zugehörig. Dieses Zugehörigkeitsgefühl wächst mit der Entfernung aus der Heimat und dem internationalen Zusammenhang. Ich habe jüngst mit einer Spitzensportlerin gesprochen, die mir bestätigte, dass das Erklingen der österreichischen Bundeshymne nach einem sportlichen Erfolg eine tiefe Berührung, Identifikation mit dem eigenen Herkunftsland auslöste. In der Welt des Sports werden die Nationalhymnen allerdings meist instrumental, also ohne Text eingespielt.

1989 komponierte Rainhard Fendrich die Austropoppnummer „I am from Austria“
Sie avancierte zu einem identitätsstiftenden Song, der die unterschiedlichsten Musikgeschmäcker erreichte. Fendrich wollte damit zum einen das Österreich-Image in ein positives Licht rücken und zum anderen das eigene Heimweh – so er in seinem Haus in Florida weilte – lindern. „I am from Austria“ gehört heute neben dem Walzer „an der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss Sohn (1825 – 1899) und dem Radetzky-Marsch von Johann Strauss Vater (1804 – 1849) zu den weltweit bekanntesten Musikstücken aus Österreich.
Die Frage, warum sich ein Musikstück derart verbreitet, warum es Beliebtheit in aller Welt erfährt, bleibt ein Stück weit rätselhaft. Abgesehen davon, dass die musikalische Qualität gegeben ist. Phänomenal hat sich der Blasmusikmarsch des Tiroler Musikers und Komponisten Florian Pedarnig (1938 – 2022) durchgesetzt. Ich bin überzeugt, dass dieser Marsch im Repertoire beinahe jedes österreichischen Blasmusikvereins zu finden ist. Gespielt und gesungen wird er mit Stolz vom Burgenland bis Vorarlberg, auch wenn es im Refrain heißt: „Du bist das Land, dem ich die Treue halte, weil Du so schön bist, mein Tirolerland!“.

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=z_CJhbqnWus&list=RDz_CJhbqnWus&start_radio=1
„Dem Land Tirol die Treue“: Militärmusik Tirol unter der Leitung von Militärmusikkapellmeister Major Hannes Apfolterer.

Ode an Niederösterreich.
O Heimat, Dich zu lieben, so lautet der Beginn der niederösterreichischen Landeshymne. Die Melodie stammt von Ludwig van Beethoven (1770 – 1827), der Text von Franz Karl Ginzkey (1871 – 1963).
Die niederösterreichische Landeshymne wurde am 12. Dezember 1965 bei einer Festsitzung des Landtags offiziell beschlossen und vor Ort von einem Studierenden-Chor aus Wiener Neustadt und dem Tonkünstler Orchester Niederösterreich „uraufgeführt“. Sie wird bei offiziellen Anlässen seit gut 60 Jahren gesungen. Der Text wirkt feierlich und erhaben:

  1. O Heimat, Dich zu lieben, getreu in Glück und Not, im Herzen stehts geschrieben, als innerstes Gebot. Wir singen Deine Weisen, die Dir an Schönheit gleich, und wollen hoch Dich preisen, mein Niederösterreich!
    2. Im Rauschen Deiner Wälder, in Deiner Berge Glanz, im Wogen Deiner Felder, gehören wir Dir ganz. Im Dröhnen der Maschinen, im Arbeitsfleiß zugleich, wir müh´n uns, Dir zu dienen, mein Niederösterreich!
    3. Getreu dem Geist der Ahnen, wir schaffen uns das Brot und halten hoch die Fahnen, blau-gold und rot-weiß-rot. Wenn sie im Winde wehen, an ernster Mahnung reich, gilt es zu Dir zu stehen, mein NiederösterreichAngemerkt sei, dass die niederösterreichische Landeshymne als einzige der österreichischen Landeshymnen auf die heimischen Lieder und Weisen Bezug nimmt.
    Angemerkt sei auch, dass es zur Gewohnheit wurde, die erste Strophe am Ende eines feierlichen Aktes zu singen. Kein Wunder, dass die zweite und dritte Strophe daher nicht im allgemeinen Gedächtnis verankert ist, wie vielleicht beim weltweit bekannten Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht,“.Im Laufe der Jahrzehnte gab es immer wieder Anläufe für neue Niederösterreich-Hymnen und -Lieder. Zu nennen ist die musikalische Liebeserklärung „Ode an Niederösterreich“ von Rainhard Fendrich im Jahr 2008 – eingespielt auf eine Single CD mit dem Jugendsinfonieorchester Niederösterreich. Hier heißt es: „1. Wann des Fernweh lockt, di die Neugier plagt und dus zHaus nimmermehr aushaltst, glaubst, die Menschen san überm Ozean vü vü besser als daham. Was ma a dazöht, in der weiten Wöd wirst a Fremder stets bleibn. Hast an Geist, der nie zua Ruah kummt, an Erfahrungen zwar reich, doch a Herz, des wieder ham wü, ham nach Niederösterreich. 2. Wann der Nebel steigt, si der Schneeberg zeigt und im Frühling die Wachau bliad, gspiast wies in dein Gmiat langsam wärmer wiad und du brauchst goa ned mehr als den Sommerwind, der die Felder wiegt, wie a goidanes Meer, ois an stülln Blick zum Himmel, zu die Schwoibn, dann gspürst e glei, dass du endlich wieder zHaus bist, zHaus in Niederösterreich. 3. In der Dämmrung Kirchenglockn, sunst bleibt olles um di stüh, nix kann in der Ferne locken, hat ma gfunden was ma wüh. Von die Donauaun bis zum Ötscher hin, wo des Wossa rein und kloa is, dieses weite Land ist das Heimatland, unbezwingbar und frei, wo die Kinder no in a Zukunft schaun und die Oidn auf a Leben, des zu lebn es wirklich wert war. Weil die Ernte, die is reich, kaum a Land is so gesegnet wia dei Niederösterreich“.https://www.youtube.com/watch?v=YH6rD9yJyV8&list=RDYH6rD9yJyV8&start_radio=1
    YouTube: Ode an Niederösterreich von und mit Rainhard Fendrich und dem Jugendsinfonieorchester Niederösterreich, 2008.

2022 hat die Kulturregion Niederösterreich den Wettbewerb „Mein Lied für Niederösterreich“ aus Anlass 100 Jahre Niederösterreich ausgerufen. Aus den insgesamt 132 Einsendungen wurden 12 Lieder auf den gleichnamigen Tonträger eingespielt: 12 unterschiedliche musikalische Bekenntnisse als Ausdruck individueller Gefühle, Sichtweisen und Erfahrungen.
1. Ham kumma/Bauchgefühl. 2. Es lebe Niederösterreich/Roman Beisser, Stefan Gössinger. 3. In Niederösterreich/Leni Zöttl. 4. Vision/Philipp Griessler. 5. Daham/Georg Neumann. 6. Wir san Niederösterreich/Viki Weiß. 7. Gööb-Blau/marty(PI). 8. I steh auf Niederösterreich/Leona Fichtinger. 9. Du bist mei Land/Die wilden Kaiser feat. SelectetPolgarVoices. 10. Mein Herz schlägt für Niederösterreich/Daniel Muck feat. Marlene Pregesbauer. 11. Mein Niederösterreich/ David Blabensteiner feat. Tanja Trappl. 12. Do samma daham/Bernhard Fleißner & Andy Schörg.

https://www.youtube.com/watch?v=BVkZEnQBxzA

https://www.kulturregionnoe.at/news-detail/12-mal-musikalisches-gold-auf-silberscheibe-cd-mein-lied-fuer-niederoesterreich-praesentiert
CD Mein Lied für Niederösterreich, 12 Liedermacher:innen und ihre Liebe zur Heimat, Kultur.Region.Niederösterreich, St. Pölten 2023.

Persönlicher Zugang.
Für bestimmte Lieder müssen Situation und Stimmung passen. Wenn ich in mein ursprüngliches Heimattal, das steirische Übelbachtal, nordwestlich von Graz gelegen, fahre und dort meinen Vater, meine Verwandtschaft treffe, wir einander durchs Plaudern in geselliger Runde nahe gekommen sind, dann kann es schon sein, dass ein Jodler, ein Alm- oder Jagdlied angesungen wird: das Liedrepertoire aus Jugendtagen, aus der Welt meiner Eltern und Großeltern. Immer wieder ist zu hören, dass wir Übelbacher das schönste Heimatlied hätten. Ich will nicht widersprechen. Für den Moment, in dem es erklingt, kann ich nicht nur einstimmen, sondern überzeugt zustimmen.


Übelbacher Lied und angehängter Jodler (Auf das Notenbild klicken, um das ganze Lied zu sehen.). Übelbach liegt nordwestlich von Graz und war in vergangenen Jahrhunderten für den Abbau von Silber und für seine Sensenhammer bekannt.

So manches Heimatlied wird wohl bei den vielen offenen Singen im Rahmen der Sommerinitiative „Singen mit Aussicht“ erklingen. An einem schönen Platzl, mit sangesfreudigen Menschen und kundigen Singleiterinnen und Singleiter.
Singen mit Aussicht findet heuer bereits das siebente Mal statt. Die Volkskultur Niederösterreich hat dafür wieder ein Liederheft aufgelegt.

Dorli Draxler
Juni 2026

Zu den Details von  Singen mit Aussicht – hier klicken!

Allgemeiner Hinweis:
Informationen zu Liedgattungen, Fachbüchern, Liederbüchern (z. B. das Liederheft Singen mit Aussicht) Noten und Tonträgern erhalten Sie im Volksliedarchiv der Volkskultur Niederösterreich. www.volkskulturnoe.at
archiv@volkskulturnoe.at;  Tel.: 02742 9005 12878.

 

 

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