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Für ein Kind der 1980er-Jahre ist die derzeitige Nostalgiewelle sehr spannend. Man kann lebhaft mitreden, erkennt aber auch wie alt man geworden ist, da manche jüngere Arbeitskollegen weder mit dem Namen Udo Huber noch mit dem Begriffen Karottenhose oder Monchhichi etwas anfangen können.
Monchhichi. Foto: pixabay
Vielmehr ist es ein wenig desillusionierend, wenn man erfährt, dass diesem Jahrzehnt sogar eine Ausstellung gewidmet ist – auf der Schallaburg. Die eigene Jugend ist plötzlich museumsreif, endgültig Vergangenheit, etwas, das in Vitrinen hinter Glas konserviert wird. Dinge, die für unsere Generation einst alltäglich waren, werden nun museal behandelt.
Was machte die 1980er-Jahre so besonders, dass man ihnen im Moment so viel Aufmerksamkeit schenkt. Sie waren nicht so wild und nonkonformistisch wie die 68er, aber es war noch nicht das Zeitalter der opportunistischen Yuppies, welche die 1990er-Jahre dominierten.
Foto: pngtree
Experimentierfreudig, ja, das waren die 1980er-Jahre – das zeigen schon die grellen Neonfarben, die extremen Schulterpolster oder die erstmals getragenen, hautengen Leggings. Madonna, Michael Jackson, Prince, Boy George – sie alle prägten einen ganz neuen und individuellen Stil. Und Jane Fonda startete einen Fitness-Hype, der bis heute in den verschiedensten Formen nachwirkt.
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Eine fixe Größe im Teenagerleben der 1980er-Jahre war Udo Huber mit seiner Show „Die großen Zehn“ – einmal im Monat im Fernsehen auf FS 1 bzw. ORF 1. (Es gab lediglich zwei Sender FS1 und FS2, heute ORF 1 und ORF 2)
Udo Huber. Foto: Udo Huber
Udo Huber war Kult – mit seinen Wuschellocken und seinem Overall in schrägen Farben. Neu waren auch die Videos, die nun die Musik begleiteten und die am Montag für jede Menge Gesprächsstoff in der Schule sorgten.
Die Hitparade gab es aber auch im Radio, jeden Sonntag auf Ö3, von 19.00-21.00 Uhr. Und nicht nur Markus Hauptmann versuchte mit dem „Stereo-Radio-Recorder“ und dem gleichzeitigen Drücken der Tasten „Play“ und „“Record“ die Hitparade auf „Kassette“ zu bannen, um keine teuren LPs oder Singles von den Liedern kaufen zu müssen. (Jüngere Semester müssen diese Begriffe bitte googeln.)
Übrigens ein Stereo-Radio-Recorder, den man Dank des Verschleißes unzähliger Batterien auch überallhin mitnehmen konnte, wurde auch „Soundmachine“ genannt. Das führte vor allem am Land zu generationsbedingten Missverständnissen, da die Großelterngeneration partout nicht verstehen wollte, was die Jungen mit einer „Saundmaschin“ anfangen. Sie verstanden statt „Sound“ für Klang nämlich „Saund“ umgangssprachlich für Sand. Das Englische in der Jugendsprache sorgte ab nun für viele solche Missverständnisse.
Udo Huber und Markus Hauptmann erzählen von den 1980er-Jahren
Für diejenigen, welche die 1980er-Jahre miterlebt haben, wird der Abend am 19. September im Kulturpavillon Brandlhof Radlbrunn mit Udo Huber ein Rückblick in die „gute alte Zeit“ werden. Für jüngere Besucherinnen und Besucher ein Eintauchen in eine andere Welt, die Welt ihrer Eltern und Großeltern, als es noch keine Handys, kein Internet für alle und kein Streaming gab.
Auf jeden Fall lohnt es sich Karten zu kaufen für „Play & Rec“ – auf https://www.ticketladen.at/events/play-rec
Udo Huber erzählt von den glamourösen Seiten des Jahrzehnts, vom Backstage-Trubel bis hin zu schrägen Begegnungen mit Stars, während Markus Hauptmann als selbsternanntes „Kind der Kassette“ humorvoll die Leiden und Freuden des 1980er-Alltags seziert. Egal, ob es um Walkman-Batterien im Dauerstress, fragwürdige Modeentscheidungen oder das epische Drama vom Bandsalat geht. Dieses Programm ist ein Muss für alle, die die 1980er-Jahre erlebt haben, und für jene, die endlich wissen wollen, was daran so besonders war. Mit im Gepäck: jede Menge Erinnerungen, absurde Geschichten und die Frage, wie man damals ohne Handy und Streaming-Dienste überhaupt überlebt hat. Und wer hat eigentlich J.R. erschossen?
„Play und Rec“ ist nicht nur ein Abend voller Nostalgie, sondern auch eine Gelegenheit, über die Absurditäten dieses ikonischen Jahrzehnts herzlich zu lachen. Also Haarspray raus, Neon-Gewand an und rein in die Zeitmaschine!
Karten: Vorverkauf: EUR 15,00 auf https://www.ticketladen.at/events/play-rec ; Abendkassa: EUR 18,00
Tipp: An diesem Wochenende finden im Brandlhof die Knödeltage statt und „riepl on tour“ serviert süße und pikante Knödel. Genießen Sie vor der Show ein köstliches Abendessen!
Kulturpavillon Brandlhof
Volkskultur Niederösterreich
3710 Radlbrunn 23




