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nachhaltig.DIRNDL

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Neuinterpretierte Wachau-Tracht

Tracht ist vielfältig, innovativ, nuancenreich, inspirierend

In diesem Sinne entwarf Renata Samojedna, Preisträgerin des Wettbewerbs nachhaltig.DIRNDL 2020, auf Einladung des Designers La Hong Nhut für den Wiener Rot Kreuz Ball – „Wien trifft alle Neune“ – inspiriert von der traditionellen Wachauer Tracht eine Neuinterpretation.

Renata Samojedna im O-Ton:

„Als Respekt der Tradition gegenüber, wollte ich die Wachauer Tracht nicht zu viel verändern, ihr aber trotzdem einen neuen frischen Look verpassen. Ich verwendete neue Stoffe, entwarf einen neuen Schnitt – es ist eine Variation der Schnitte von Alltags- und Festtagsdirndl – und passte diverse Accessoires neu an.“

Stoff: Baumwolljacquard zur leichten Pflege und edle Seide für Eleganz und Hochwertigkeit.

Schösschen: vom Spencer angeregt hat Renata Samojedna ein abnehmbares Gürtelschösschen gemacht, dass ein Tragen des Dirndls in mehreren Varianten zulässt.

Auszier: Statt den Froschgoscherln hat die Schneiderin eine einfachere, flachere Bordüre gewählt. Das Dekolleté verzierte sie mit einer Handstickerei in Form von Röschen, da ihr auf Fotos auffiel, dass Trachtenträgerinnen eine echte Rose zur Zierde im Dekolleté trugen.

Bluse: die großen Puff-Ärmel wurden verkleinert, was dem ganzen Outfit einen zeitgemäßeren Look verpasst.

Kopfschmuck: Haarband mit goldenen Borten und einer Jacquard-Masche.

 

Stoffproduzenten:

Firma Reissmann, Moers, Deutschland

Firma Barth & Könenkamp Seiden GmbH, Bremen, Deutschland

Renata Samojedna, Langenzersdorf

www.renata-samodejna.at

 

 

Wettbewerb nachhaltig.Dirndl - Prämierung 2022

100 Jahre Niederösterreich

Textile Meisterwerke mit Weitblick:

Nachhaltige Dirndl wurden ausgezeichnet

Zur Fotogalerie - hier klicken!

Am Montag, 14. November 2022 wurden im idyllischen Schloss Kreisbach in Wilhelmsburg die Preisträger des zweiten Wettbewerbs nachhaltig.DIRNDL ausgezeichnet. Das Projekt zeigt, dass Nachhaltigkeit auch bei Dirndl und Tracht eine aktuelle und wichtige Rolle spielt.

33 Teilnehmerinnen haben 44 Modelle eingereicht. Im Sommer begutachtete eine hochkarätige Fachjury die Dirndl. Bewertet wurden der kreative und ressourcenschonende Umgang mit Materialien sowie die Fertigung entlang der gesamten Produktionskette eines textilen Werkstücks. Nachhaltigkeit wird bei einigen Modellen auch durch die originelle Wiederverwertung von anderen Kleidungstücken praktiziert, wie Krawatten und Hemden. Mehrere Einreicherinnen legten Wert darauf, dass das Modell in verschieden Varianten getragen werden kann.

In der Kategorie „Schneiderinnen“ wurden gleich zwei erste Plätze vergeben. Marlene Zehetner-Brauer aus Wolfsbach überzeugte bei ihrem Jägerdirndl mit der hochwertigen Verarbeitung und der Qualität der Applikationen. Selbstgefertigte Zwirnknöpfe zieren den Gürtel und die dazu passende Halskette. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Dirndlstammtisch Schwarzatal. Er hat ein „Nachkommin.Dirndl“ nach dem Prinzip upcycling entwickelt. Für die Baby- und Kinderdirndln werden nur Stoffe verwendet, die von Muttis-Dirndl übrig sind. Zwirn-Knöpfe bekommen ein zweites Leben, Jäckchen und Schuhe werden aus Walkloden genäht, der inzwischen nicht mehr produziert wird – solange der Vorrat reicht.

In der Kategorie „Schülerinnen“ sicherte sich Manjana Eigelsreiter aus der HLM Krems den ersten Platz. Angelehnt an die traditionelle Alltagstracht des Traisen- und Triestingtales entstand ein Dirndl, dessen Materialien überwiegend in Österreich produziert wurden.

Abgeordnete zum NÖ Landtag Doris Schmidl überbrachte ermutigende Grußworte in Vertretung von Schirmherrin Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Manuela Göll, Geschäftsführerin der Volkskultur Niederösterreich, ist von den kreativen Ideen begeistert: „Traditionen und Gegenwart treffen hier spannend aufeinander. Der Wettbewerb zeigt, dass Nachhaltigkeit und der ökologische Fußabdruck auch bei Dirndl und Tracht eine große Rolle spielen. Schließlich werden gerade diese Kleidungsstücke oft über Generationen hinweg getragen, also slow fashion aus Tradition.“

Leopold Renz, Obmann des Kulturvereins Schloss Kreisbach, stellte nicht nur die Annakapelle und den Kulturspeicher für die Prämierung von nachhaltig.Dirndl zur Verfügung, sondern präsentierte auch die außergewöhnliche Location. Nachhaltigkeit spiegelt sich auch hier wider: Jeder Zentimeter der Räumlichkeiten wurden in jahrelanger Handarbeit und mit viel Liebe zum Detail renoviert.

Der Wettbewerb nachhaltig.DIRNDL ist eine Kooperation von Volkskultur Niederösterreich und Wirtschaftskammer Niederösterreich – Landesinnung für Mode und Bekleidungstechnik.

Eine Initiative zur Unterstützung und Förderung des Schneidergewerbes und des Selberfertigens (Schulen).

Preisträgerinnen und Teilnehmer:

1. Platz Schneiderinnen: Marlene Zehetner-Brauer (Wolfsbach)

ex aequo mit Dirndlstammtisch Schwarzatal

1. Platz Schülerinnen: Manjana Eigelsreiter (HLM Krems)

2. Platz Schülerinnen: Anja Katharina Schuster (HLM Krems)

3. Platz Schneiderinnen: Carina Kerschbaumer (Schneiderin bei LodenLandl)

3. Platz Schülerinnen: Lisa Dippelreiter (LFS Gießhübl)

4. Platz Schneiderinnen: Sabine Lechner

4. Platz Schülerinnen: Johanna Hopf (LFS Sooß)

5. Platz Schneiderinnen: Roswitha Alt-Polland (Grafenegg)

5. Platz Schülerinnen: Hanna Kuttner (LFS Sooß)

         

Dank und Anerkennung

Schülerinnen der Landwirtschaftlichen Fachschulen Sooß, Gießhübl und Unterleiten: Magdalena Artner, Agnes Bauer, Verena Maria Frühwald

Damen der Mostviertler Goldhaubengruppen: Daniela Heinzl, Elfriede Schlager, Eva Maria Hörsig

Wolfsbacher Tracht: Anna Dirnberger, Notburga Pfaffeneder

Kreative Ideen des Upcycling:

Antonia Bierbamer

Valentina Patay-Eidler

Dirndl für jugendliche Trägerinnen

Andrea Westermayer

Astrid Weiss

Andrea Kunesch

 

Schneiderinnen mit großer Kreativität und Handwerkskunst:

Johanna Scherz

Sylvia Staudenbauer

Martine Schramm

Evelyne Trummer

Eva Vielhaber

Brigitte Astleitner

Waltraud Lengauer

Magdalena Artner

Mona Karan

Michaela Palmetshofer

Adelheid Köstelbauer

 

 

Wettbewerbsausschreibung nachhaltig.Dirndl 2022

Patronanz: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

Eine Kooperation von Volkskultur Niederösterreich und Wirtschaftskammer Niederösterreich

100 Jahre Niederösterreich
„Kleidung ist selbstverständlich ein Ausdruck von Kultur“ Jill Sander, Interview Spiegel 1987
Die Faszination „Dirndl“ liegt im Variantenreichtum. In den vergangenen 15 Jahren ist es gelungen, die Vielfalt der Trachtenlandschaft in der Sammelmappe Tracht in Niederösterreich zu dokumentieren. Anlässlich 100 Jahre Niederösterreich laden wir erneut ein, sich über das Typische in unserem Land Gedanken zu machen und basierend auf den überlieferten Schnitten ein nachhaltiges Dirndl zu entwerfen. Das „typisch niederösterreichische“ kann sich sowohl in der Materialauswahl als auch im Gestalterischen spiegeln.

Die Aufgabenstellung

Mit dem Projekt eines nachhaltigen Dirndls soll Bewusstsein für den ökologischen Fußabdruck in der Textilproduktion geschaffen werden.
Tracht definiert sich im Verständnis der Volkskultur Niederösterreich durch Qualität: es geht dabei um
• Qualität des Materials.
• Qualität der Fertigung.
• Qualität der Passform.
• Qualität des ökologischen Fußabdrucks.
Dabei soll die Formenvielfalt gefördert werden, Farben, Formen und Schnitten sind kaum Grenzen gesetzt. Das Dirndl soll der Trägerin in erster Linie Lust machen es zu tragen – ohne Zwang und ohne Uniformierung.

Im Zeichen des Klimawandels spielt der ökologische Fußabdruck, den wir mit unserem Konsumverhalten hinterlassen, eine zunehmend große Rolle. Somit ist die gesamte Produktionskette eines textilen Werkstücks im Blick zu halten:
• Die Berücksichtigung von regionalen Produzenten/Waren.
• Die Verwendung von Naturfasern.
• Die fachgerechte und umweltschonende Verarbeitung/Veredelung.
• Die kompetente Konfektionierung.
• Das Endprodukt soll frei von Rückständen an Chemikalien und Giftstoffen sein.

Die Richtlinien
Teilnahmeberechtigt sind alle in Niederösterreich ansässigen Schneidereibetriebe, weiters SchülerInnen niederösterreichischer Schulen, die sich mit Textildesign auseinandersetzen und engagierte TrachtenliebhaberInnen. Pro WettbewerbsteilnehmerIn können maximal zwei Entwürfe eingereicht werden. Die Volkskultur Niederösterreich übernimmt keine Kosten, die den EinreicherInnen im Zuge der Einreichung entstehen.

Die Anforderung / Das Material
Das eingereichte Modell besteht aus natürlichen Materialien:
• Leinen.
• Baumwolle.
• Seide.
• Wolle.
• Loden.
• Samt.
• Tencel bzw. MicroModal.
Das Dirndl passt zur Trägerin, sowohl im Stil als auch im Sinne der Maßschneiderei. (Maßdirndl).


Das Dirndl in seiner Grundform:
• Mieder.
• Kittel.
• Schürze.
muss von Hand gefertigt sein, eine passende Bluse und Unterrock können dazu ausgewählt werden. Eine Auszier ist nicht Bedingung, kann aber das Modell aufwerten.

Die Bewertungskriterien
• Originalität.
• Qualität der Verarbeitung.
• Nachvollziehbarkeit der Produktionskette.

Ablauf

Die Abgabe:
Mo 23. Mai 2022 – Einsendung der Einreichunterlagen Volkskultur Niederösterreich – Haus der Regionen, 3500 Krems-Stein, Donaulände 56

Die Einreichunterlagen
• Fotos des Dirndls, eventuell anderer Kleidungsstücke, an der Trägerin.
• Dokumentation der Herkunft des Materials.
• Kurzer Lebenslauf der TeilnehmerIn.

Die Jury
5-7 FachjurorInnen

Die Jurysitzung
Sa 11. Juni 2022 – Begutachtung der fachlichen Ausführung durch FachjurorInnen:
Präsentation vor Ort durch die Modelherstellerin selbst oder durch ein beigezogenes Model.
 

Die Präsentation des ausgezeichneten Dirndls
September 2022 – Finalveranstaltung: die eingereichten Dirndln werden in Form einer Modenschau präsentiert. Die Herstellerin präsentiert das Modell selbst oder durch ein beigezogenes Model.
Veröffentlichung in den Medien der Volkskultur Niederösterreich der Kultur.Region.Niederösterreich.
Mediale Verwertung.

Preise:
Zweckgewidmete Gutscheine für den
1. Preis: EUR 500,00.
2. Preis: EUR 350,00.
3. Preis: EUR 200,00.
Die Zweckwidmung bezieht sich auf Stoffe und Trachtenaccessoires (Schuhe, Jacken, Tücher, Schmuck, etc.)
 

Kontakt:
Volkskultur Niederösterreich GmbH
Mag. Eva Zeindl
Donaulände 56
3500 Krems-Stein Tel.: 0664 8208595
eva.zeindl@volkskulturnoe.at

Einverständniserklärung zur Veröffentlichung von persönlichen Daten im Zuge des Wettbewerbs
Hiermit erkläre ich mich damit einverstanden, dass die Volkskultur Niederösterreich persönliche Daten, die im Zuge des Wettbewerbs eingereicht werden, in jedweder Form dauerhaft und unentgeltlich zu Veröffentlichungszwecken verwenden darf. Insbesondere sind dies Veröffentlichungen in gedruckter und digitaler Form zu Publikations- und Dokumentationszwecken (z.B. Webseiten, Social Media Plattformen, gedruckte Medien). Folgende persönlichen Daten dürfen dabei z.B. gespeichert und veröffentlicht werden: Name, Vorname, Kurzbiografie. Des Weiteren bin ich damit einverstanden, dass alle im Zuge dieses Wettbewerbs eingereichte Daten auch an Dritte (z.B. Jurymitglieder, Presse) weitergegeben werden dürfen, sofern dies im Zusammenhang mit dem Wettbewerb erforderlich ist.

Wettbewerb nachhaltig.DIRNDL 2019/2020

inspirierend & begeisternd

Nachhaltigkeit sollte ein lebensbegleitendes, zeitloses Thema sein, nimmt man den schonenden Umgang mit Natur und Ressourcen ernst. Mit ein Grund, warum Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner den Wettbewerb nachhaltig.DIRNDL initiierte, der von der Volkskultur Niederösterreich gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Niederösterreich ausgeschrieben wurde.

SchneiderInnen, SchülerInnen und TrachtenliebhaberInnen waren eingeladen, sich im Rahmen des Wettbewerbs Gedanken über den ökologischen Fußabdruck bei der Fertigung eines Dirndls zu machen und ein entsprechendes Werkstück umzusetzen. Am 16. Juni 2020 beurteilte eine Fachjury in einer mehrstündigen Sitzung 42 eingereichte Dirndln.

Von der Wiederverwertung schon in die Jahre gekommener Kleidungsstücke bis zur Verwendung von ausschließlich in Österreich hergestellten Stoffen wurden handwerklich top gearbeitete Modelle gesichtet. Alte Handwerkstechniken wie Modeldruck, das Färben von Stoffen und Nadelmalerei kamen zum Einsatz, um individuelle Dirndlkleider zu fertigen. Die Schülerinnen standen hierbei den Profis um nichts nach.

Bei der Präsentation am 8. September 2020 im Barockgarten der Musikschule der Landeshauptstadt St. Pölten waren alle Anwesenden von der Vielfalt beeindruckt.

Broschüre zum Wettbewerb hier bestellen!

Prämierung der Preisträger im September 2020

Kultur Niederösterreich