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Mai/ne Bräuche

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Bräuche im Mai

14. Mai

Am 14. Mai ist der Festtag der heiligen Corona („die Gekrönte“), einer frühchristlichen Mäyrtyrerin im 2. Jahrhundert nach Christus. Ihr Tod war besonders grausam, sie wurde zwischen die Spitzen zweier zusammengebundener Palmen gefesselt und beim Zurückschnellen dieser zerrissen.

Auch uns hat Corona zerrissen – eine Gesellschaft, die auf ein Miteinander angewiesen ist, wurde per Dekret auf Abstandhalten trainiert. Doch gerade das Fehlen der Gemeinschaft macht uns die Bedeutung klarer und auch mit Abstand kann ein Miteinander und Füreinander funktionieren.

Corona ist die Patronin der Fleischhauer, Glücksspiele und Geldangelegenheiten, aber laut ökumenischem Heiligenlexikon hilft sie auch bei Seuchen und Unwetter. Hoffentlich bedeutet Ihr Festtag einen Hoffnungsschimmer für die derzeitige Gesundheitskrise.

Lied zu Ehren der heiligen Corona - Notendownload

Tonbeispiel

Ort: In Niederösterreich sind die Pfarrkirchen St. Corona am Wechsel (Neunkirchen) und St. Corona am Schöpfl (Wienerwald) der heiligen Corona geweiht.

 

Die Eisheiligen

Für alle, die ihren Garten lieben und pflegen sind die Eisheiligen ein wichtiger Termin. Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und die kalte Sophie (15. Mai) werden mit Wetterphänomenen in Verbindung gebracht, die im sonst warmen Mai nochmal für ordentliche Kälte sorgen können, die auch für die Ernte gefährlich werden können. Eine Reihe von Bauernregeln befassen sich mit diesen Terminen:

„Wenn´s an Pankratius gefriert, wird im Garten viel ruiniert!

 

„Wer seine Schafe schert vor Servaz, dem ist die Wolle lieber als das Schaf!“

 

„Kein Reif nach Servaz, kein Schnee nach Bonifaz!“

 

„Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bevor Sophie vorüber ist.“

 

„Pankrazi, Servazi, Bonifazi

sind drei frostige Bazi,

und zum Schluss fehlt nie

die kalte Sopie.“

 

Wonnemonat Mai

Im Mai wird besonders gern geheiratet. Der Wonnemonat Mai ist sozusagen sprichwörtlich. Er trägt den Namen der altitalischen Wachstumsgöttin Maja (Ovid) und galt von alters her als „Liebesmonat“. Maja ist in der römischen Mythologie mit Vulcanus verheiratet und hat somit Parallelen zur griechischen Aphrodite. Die bekanntesten Hochzeitsbräuche sind: der Heiratsmann, das Streuen von Reis, das gemeinsame Durchsägen eines Holzstammes, das Brautentführen und vieles mehr….

 

Mairegen bringt Segen,

da wächst jedes Kind,

da wachsen die Blätter,

die Blumen geschwind!“

Dem Mairegen wird besondere Kraft zugesprochen. Wurden Sie auch als Kind in den Mairegen geschickt, „dann wächst Du schneller!“

Tatsächlich kann man nach einem Mairegen dem Gemüse, dem Rasen und auch dem Unkraut praktisch beim Wachsen zusehen. Es ist ein besonders fruchtbarer Monat, wenn die Ausgewogenheit zwischen Sonne und Regen passt.

 

Kultur Niederösterreich