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Kremser Kamingespräch: Selbstbestimmtheit

Mi 12.6.2019, 18.00 Uhr, Haus der Regionen, Festsaal
KLIMATISCHES: VON SONNIG BIS FROSTIG – VON HEITER BIS TRÜB
Die Selbstbestimmtheit: Vermeintliche Grenzen
mit MMag. Dr. Sophie Karmasin, Geschäftsführerin Karmasin Research & Identity GmbH, und Mag. Ulrike Weiser, Leitung „Die Presse am Sonntag“ und Wien-Ressort

Im Zentrum der Thematik, ob und wie weit Menschen überhaupt selbstbestimmt denken und handeln können, steht zunächst die Frage nach dem sogenannten freien Willen, also dem Verhältnis vom Wunsch nach Freiheit auf der einen und alternativloser Vorherbestimmtheit auf der anderen Seite. Heruntergebrochen auf das praktische Leben stehen dann doch konkrete Interessen sowie der Ausgleich derselben im Vordergrund. Demokratien westlicher Prägung orientieren sich dabei an einem Interessensausgleich, der von den Menschen und gesellschaftlichen Gruppierungen als gerecht empfunden wird. Dieses Prinzip soll auch die Grenze von garantierter privater Autonomie zu rein egoistischer Machtausübung sicherstellen. Dort wo durch persönliche Benachteiligungen oder Unterdrückungsmaßnahmen die Selbstbestimmtheit an der Umsetzung von Ideen und Wünschen unterdrückt wird, lassen die Resultate solcher Umstände nicht lange auf sich warten: Die Folgen reichen von Protest und Widerstand bis zu Auflehnung und Revolte, in weniger dramatischen Fällen von Resignation bis zu innerer Kündigung. Eines kann daher mit ziemlicher Sicherheit angenommen werden: Menschen, die sich selbstbestimmt bewegen können, haben mehr Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, sind interessierter, lernen motivierter und gehen couragierter durch das Leben.

Was bedeutet selbstbestimmt handeln ganz allgemein? Ist Selbstbestimmtheit Voraussetzung und Motor für die Ausbildung geistiger Ressourcen? Welche Rolle nimmt Respekt vor selbstbestimmtes Denken und Handeln in der Pädagogik ein? Welche Voraussetzungen führen zu einem selbstbestimmten Leben der Menschen? Wie verhält sich Selbstbestimmtheit zu menschlichen Neigungen wie Egoismus, Unterdrückung oder Gewalt auf der einen Seite und persönlicher Kreativität und Neugier oder Engagement auf der anderen? Wie wichtig kann es sein, auch sich selbst Grenzen für ein selbstbestimmtes Leben zu setzen?

 

Eintritt frei, Anmeldung erbeten!

Kultur Niederösterreich