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Volkskultur auf Radio NÖ

Di 15.6.2021, 20.00 Uhr , ORF Radio NÖ
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„Vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer: Die Donau“
Gestaltung: Edgar Niemeczek

„Vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer: Die Donau

 

„Vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer“, unter diesem Titel begibt sich Edgar Niemeczek, begleitet von Vokal- und Instrumentalgruppen, diesmal auf eine musikalische Reise zu einigen Stationen entlang der Donau. Im Schwarzwald entspringen mit der Breg und der Brigach jene beiden Quellflüsse, die ab ihrer Vereinigung als Donau weiterfließen. Als Ursprung gilt aber auch die gefasste Donaubachquelle in Donaueschingen, wobei sich in der gesamten Region eine kaum mehr überschaubare Anzahl von Quellgerinnen vereinigen. Mit einer Länge von 2.857 Kilometern ist die Donau – nach der Wolga – der zweitlängste Fluss in Europa und durchfließt zehn Staaten oder grenzt an diese an. Der Reihe nach sind das Deutschland, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Moldawien und die Ukraine.
Noch bevor die Donau zu einem mächtigen Fluss anschwillt, verschwindet ihr Wasser teilweise in der sogenannten Donauversinkung bei Immendingen, ehe es nach dem Durchfließen eines unterirdischen Höhlensystems im rund zwölf Kilometer entfernten Achtopf wieder ans Tageslicht tritt und in den Bodensee weiterfließt. Derart durchquert Donauwasser, bezeichnet als „Schwarze Donau“, auch die Europäische Hauptwasserscheide. Die blaue Donau erreicht im weiteren Verlauf die Städte Tuttlingen, Ulm, Ingolstadt, Regensburg, Straubing und Passau.

In Passau fließen die drei Flüsse Donau, Inn und Ilz zusammen. Im Mai und Juni 2013 führten die Wassermassen dieser hochwasserführenden Flüsse in der Stadt zu den schwersten Überschwemmungen seit mehr als fünfhundert Jahren. Zwischen Passau und Engelhartszell bildet die Donau die gemeinsame Grenze zwischen Bayern und Oberösterreich, ehe sie die landschaftlich beeindruckenden Schlögener Schlingen und das zwischen dem Mühl- und dem Hausruckviertel liegende Eferdinger Becken durchfließt und die Landeshauptstadt Linz erreicht.

Die weiter donauabwärts gelegene Wachau ist sicher eine der absolut schönsten Donaulandschaften. Vor allem die in der Wachau spielenden Heimatfilme der Nachkriegszeit ziehen nach wie vor viele Touristen an: Filme wie „Hofrat Geiger“ mit dem „Mariandl aus dem Wachauerlandl“, „Vier Mädels aus der Wachau“ oder „Die Lindenwirtin vom Donaustrand“. Aber auch historisch Bedeutsames ereignete sich in der Wachau, etwa die Gefangenschaft des englischen Königs Richard Löwenherz in den Jahren 1192 und 1193 auf der Burg Dürnstein oder die blutige Schlacht bei Loiben 1805 im Rahmen der Napoleonischen  Kriege.

Vor 200 Jahren, als die Griechen die Unabhängigkeit von der osmanischen Herrschaft erkämpften, wollten tausende Idealisten den Griechen in ihrem Freiheitskampf beistehen. In den Bildungsschichten Europas schwärmten die „Phil-Hellenen“ vom antiken Griechenland, darunter überwiegend deutsche Romantiker. So handelt auch das Wachauer Schifferlied von jenen Freiwilligen, die per Schiff über die Donau und das Schwarze Meer nach Griechenland fuhren.

Vielleicht waren unter jenen Arbeitskräften, die mit ihren Flößen donauabwärts nach Wien kamen, auch jene Musikanten, die hier in den Gasthäusern als sogenannte „Linzer Geiger“ aufspielten, und zwar mit zwei Geigen und einem Bassettl, also einer kleinen Bassgeige.
Von den verschiedenen Gesichtern der Donau handelt die aktuelle Ausstellung der Österreichischen Nationalbibliothek mit dem Titel „Die Donau. Eine Reise in die Vergangenheit“. Zu sehen sind alte Ansichten und Karten, mittels derer die Geschichte der Donau erzählt wird, nämlich als Siedlungsraum, als Schifffahrtsweg und auch als Gefahrenquelle, die in Wien durch Regulierungen weitgehend gebannt wurde. Als früherer Hauptstrom der Donau, die Hochwasser bedingt immer wieder ihr Flussbett änderte, verblieb der Donaukanal, dessen Ufer heute verschiedenen Freizeitaktivitäten dient.
Über die slowakische Hauptstadt Pressburg fließt die Donau weiter nach Ungarn. Die größte deutsche Sprachinsel auf dem Staatsgebiet des heutigen Ungarn ist die sogenannte „Schwäbische Türkei“ in Transdanubien auf der Donau-Drau-Platte. Nach der osmanischen Herrschaft wurde das Gebiet im 17. Jahrhundert neu besiedelt, und zwar mit slowakischen, kroatischen und serbischen Zuwanderern, aber auch mit Pfälzern, Franken, Bayern und nicht zuletzt mit Schwaben, was zur Bezeichnung „Schwäbische Türkei“ führte.

Von Ungarn ausgehend fließt die Donau weiter nach Kroatien und Serbien, wobei sie meist die natürliche Grenze zwischen den beiden Staaten bildet. Die bedeutendste kroatische Stadt an der Donau ist das während der Jugoslawienkriege durch schwere Zerstörungen betroffene Vokuvar, ebenso wie das nur 20 Kilometer von der Einmündung der Drau in die Donau entfernte Osijek. Nach Kroatien
durchfließt die Donau Serbien und erreicht mit Belgrad neben Wien, Pressburg und Budapest die vierte Hauptstadt eines Europäische Staates. Auf einer Länge von 1.075 Kilometern – das ist ein Drittel ihrer Gesamtlänge – passiert die Donau Rumänien, zunächst als Grenzfluss zu Serbien und Bulgarien, dann als Binnenfluss und vor der Einmündung über das weitverzweigte Donaudelta ins Schwarze Meer kurz als Grenzfluss zu Moldawien und zur Ukraine.

 

In der Sendung singen und musizieren:

der Stuttgarter Spielkreis und die Volkstanzmusik Frommern aus Baden-Württemberg, die 6 lustigen Fünf aus Regensburg, die Geschwister Pilstl aus dem Landkreis Passau, der Niederbayrische Musikantenstammtisch, das Dumfart Trio, die Familienmusik Zehetner, das bayrische Duo Burgmayr-Meixner, der Wachau-Chor Spitz, die Fallsbacher Angeiger, die Stifta Geigenmusi, die Tanzgeiger, der A Cappella Chor Villach, Lajos Sárközy Jr. and his Orchestra, die Wiener Tschuschenkapelle, das rumänische Ensemble Fanfare Ciocărlia, Hubert von Goisern und die Alpinkatzen, das Martin Lubenov Orkester und die Sait´nswinger.

Die nächsten Sendungen:

Di 15.6. Vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer - die Donau
Gestaltung: Edgar Niemeczek

Di 22.6. Feinste Volksmusik
Gestaltung: Norbert Hauer

Di 29.6. Neues aus der Volksmusik
Gestaltung: Edgar Niemeczek

Di 6.7. klingendes Archiv
Gestaltung: Peter Gretzel

Di 13.7. Singen
Gestaltung: Dorli Draxler

Di 20.7. Traumstraßen: Wo der Weg das Ziel ist
Gestaltung: Edgar Nemeczek

Di 27.7. feinste Volksmusik
Gestaltung: Norbert Hauer

Zum Nachhören!

Kamingespräche: Zukunft ist jetzt!
jeweils am dritten Mittwoch im Monat ab 21.00 Uhr auf Radio Niederösterreich

Mi 21.4. Ehrenamt und Freiwilligenarbeit

Mi 19.5. Wozu Museen? Strategien zur Nachhatligkeit

Mi 16.6. Alles wurscht? - Die Zukunft nach Corona zwischen Defätismus und Mut-machen

Pause im Juli und August

Mi 15.9. Thema folgt

Mi 20.10. Thema folgt

Mi 17.11. Thema folgt

Mi 15.12. Thema folgt
Zum Nachhören! 

„vielstimmig“ – Die Chorszene Niederösterreich
vierzehntägig am Do 20.00.–20.30 Uhr
präsentiert von Gottfried Zawichowski


G’sungen und g’spielt
Mi und jeden zweiten Do 20.00–20.30 Uhr, präsentiert von Edgar Niemeczek

Für Freunde der Blasmusik
Mi Do 20.30–21.00 Uhr

Musikanten spielt’s auf
Fr 20.00–21.00 Uhr
Frühschoppen
So 11.00–12.00 Uhr

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