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nachhaltig.Dirndl

Nachhaltigkeit und Eleganz

Präsentation Wettbewerb nachhaltig.DIRNDL
mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

 

St. Pölten. Am Dienstag, 8. September 2020 wurde in der Musik- und Kunstschule St. Pölten – im herrlichen Ambiente des einzigartigen Jugendstilgartens der Villa Voith, die Prämierung des Wettbewerbs nachhaltig.DIRNDL vorgenommen.

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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die diesen Wettbewerb im Rahmen der Volkskulturinitiative „Wir tragen Niederösterreich“ vor einem Jahr initiierte, war von den feschen Dirndln, der hohen Qualität der Arbeiten und den kreativen Ideen zum Thema Nachhaltigkeit begeistert: „Mich fasziniert die Vielfalt von Tracht und Dirndl, es gibt so viele Formen, ob traditionell oder modisch, einfach oder verspielt. Diese Vielfalt mit Nachhaltigkeit zu kombinieren ist die logische Konsequenz unserer Zeit. Denn ein handgefertigtes Dirndl ist nicht nur klimafreundlich, sondern auch Ausdruck von Kreativität, Können und Heimatbewusstsein. Ich gratuliere allen, zu den ausgezeichneten Entwürfen.“

 

Siegerin bei den Schülerinnen ist Victoria Rothen aus der Landwirtschaftlichen Fachschule Sooß, sie achtete vom Stoff bis zur Ausarbeitung besonders auf nachhaltige Details: vom Färben und Bedrucken der Stoffe mit natürlichen Materialien bis zur Herkunft der verarbeiteten Stoffe.

Renata Samojedna aus Langenzersdorf, die in der Kategorie Schneiderinnen gewonnen hat, legte nicht nur Wert auf natürliche und hochwertige Materialien, sondern gestaltete mit der alten Handwerkskunst der „Nadelmalerei“ (Handstickerei) ein einzigartiges, qualitätvolles und langlebiges Modell für mehrere Generationen.

 

Insgesamt wurden 42 Dirndln eingereicht, beurteilt von einer Fachjury bestehend aus Spezialisten aus dem Trachtenbereich, hochrangigen Mitgliedern der Schneiderinnung sowie erfahrenen Lehrkräften aus niederösterreichischen Fachschulen: Andreas Anibas, Landesinnungsmeister Mode- und Bekleidungstechnik, Gudrun Grünwald, Fachvorständin der HLM Krems, Brigitte Glösmann, LFS Gaming, Fachbereich Textildesign, Gexi Tostmann, Tostmann Trachten und Volkskundlerin, Annemarie Mölzer, Bundesinnungsmeisterin Mode- und Bekleidungstechnik, Hans Köhl, Salzburger Heimatwerk.

Für die Einreichung war die gesamte Produktion des textilen Werkstücks im Blick zu halten. Die Qualität des Materials, die Qualität der Fertigung, die Qualität der Passform und die Qualität des ökologischen Fußabdrucks wurden beurteilt. Dabei sind der Formenvielfalt, den Farben, Formen und Schnitten kaum Grenzen gesetzt. Das Dirndl soll der Trägerin in erster Linie Lust machen, es zu tragen – ohne Zwang und ohne Uniformierung. Und: Ein aus natürlichen Stoffen selbstgefertigtes Dirndl ist an sich ein ökologisches Kleidungsstück“, so Dorli Draxler, Geschäftsführerin der Volkskultur Niederösterreich, die selbst begeisterte und überzeugte Dirndlträgerin ist.

 

In den Kategorien Schneiderinnen und Schülerinnen wurden je fünf Gewinner ausgezeichnet. Insgesamt wurden an diesem Nachmittag 40 Dirndln präsentiert, Martin Lammerhuber, Holdinggeschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich führte durch das Programm. Auch er war von den handgefertigten Dirndln angetan: „Die Kreativität der Schneiderinnen und Schülerinnen angesichts der schwierigen Aufgabenstellung ist bewundernswert. Die Mannigfaltigkeit der Modelle und die Ernsthaftigkeit der Einreichenden dem Thema gegenüber sind für mich ein sehr positives Zeichen für unsere Regionalkultur. Wir sind der Volkskultur Niederösterreich sehr dankbar für die fachliche Begleitung und Umsetzung dieses Wettbewerbs.“

 

Der Wettbewerb nachhaltig.DIRNDL ist eine Kooperation von Volkskultur Niederösterreich und Wirtschaftskammer Niederösterreich – Landesinnung für Mode und Bekleidungstechnik.

Eine Initiative zur Unterstützung und Förderung des Schneidergewerbes und des Selberfertigens (Schulen).

Der Nachmittag im Garten der Villa Voith wurde unter strenger Einhaltung der Maßnahmen gegen Covid 19 durchgeführt und war sowohl für die Prämierten wie auch für alle Teilnehmer des Wettbewerbs, die vor Ort waren, ein wertschätzendes und erhebendes Erlebnis.

 

Für die musikalische Umrahmung sorgten das Bläserquartett MaChlast und ein Bläserensemble der Musik- und Kunstschule St. Pölten.

Kultur Niederösterreich