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Kremser Kamingespräch IM FOKUS: unsere Zukunft

Mi 15.4.2020, 21.00 Uhr, Radio NÖ
analog - digital
Cathren Landsgesell, Redakteurin Content Production der „Wiener Zeitung“, zuständig u.a. für die „Digitale Republik“
Univ.-Prof. Dr. Martin Gebser, Stv. Vorstand des Instituts für Angewandte Informatik Universität Klagenfurt

Im Zeitalter des Internets geschehen mehr und mehr Abläufe digital. Der Trend zur Digitalisierung lässt sich nicht mehr aufhalten und die Vorteile liegen auf der Hand: Effizienz in der Logistik, Reduzierung manuell zu verrichtender Arbeit, Vorteil extrem rascher Rechenprozesse, automatisierte Abläufe uvm. Dennoch macht sich bei vielen Menschen Skepsis breit. Entwickler und Programmierer digitaler Prozesse in unterschiedlichen Bereichen müssen heute auf Fragen nach den damit verbundenen Vorteilen und der Sinnhaftigkeit sehr genau eingehen und diese auch glaubwürdig darstellen. Der immensen Geschwindigkeit des technologischen Fortschrittes kann der Mensch mitunter schwer folgen, dementsprechend gelingt es oft nur schwer sich Veränderungen anzupassen. Letztendlich bleibt es mündigen Konsumenten wohl selbst überlassen, wie weit sie bestimmte Abläufe im Privatbereich nun digital oder eben doch weiterhin analog erledigen möchten, um sich eigene analoge Räume zu behalten. In der Privatwirtschaft findet Digitalisierung ebenso statt, wie im Bereich der öffentlichen Hand. Zeitaufwendige Alltagsabläufe können so weitgehend reduziert und der Kundenservice entsprechend ausgebaut werden. Digitalisierung soll vielfach der Vereinfachung von Abläufen helfen, um diese schneller, reibungsloser und anwenderfreundlich zu gestalten.

Allerdings mag es ratsam sein, eine gewisse Balance zu halten, also die menschlichen Neigungen zu respektieren und das Zwischenmenschliche zu pflegen, wie dies auch der Zukunftsforscher Matthias Horx zum Ausdruck bringt: „Digitalität ist einfach nur ein gutes Instrument, das man nicht nur zur Rationalisierung, sondern auch zur Ermächtigung von Kunden und Mitarbeitern einsetzen kann.“ Wird Digitalisierung in Zukunft weiter fortschreiten? Wo liegen die Grenzen der Digitalisierung im technologischen und systemischen Bereich, aber auch hinsichtlich menschlicher Werte sowie Ethik und Moral? Sind digitale Prozesse kontrollierbar? Wie kann die Rechtfertigung digital generierter Entscheidungsprozesse erfolgen? Inwieweit verändert der Gebrauch sozialer Medien menschliches Verhalten? Bietet Digitalisierung neue Formen für künstlerischen Ausdruck?

Online ist die Sendung auf www.volkskulturnoe.at nachzuhören.

 

 

 

Kultur Niederösterreich