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Archiv CD DER WOCHE

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afoch.gmiatlich

KW 43

Die CD der Woche
präsentiert von Edgar Niemeczek
Weinviertler Mährische Musikanten: afoch.gmiatlich

Eine runde Sache

Zwölf Polkas und zwei Walzer ergeben in Summe vierzehn hervorragend und schwungvoll interpretierte Musiknummern im Stil der Böhmisch-Mährischen Blasmusik, eingespielt auf der neuen CD der Weinviertler Mährischen Musikanten. Dafür steht eine Reihe tschechischen Komponisten und Kapellmeister, darunter Josef Konečný, Karel Vacek oder Josef Poncar. „afoch.gmiatlich“ heißt der Tonträger, und klappt man die CD-Hülle auf, dann steht auf der Innenseite die Bemerkung „und.trotzdem.sche“ zu lesen. Für dieses Gütesiegel und für solch eine schöne Musik stehen die sieben Musiker Gernot Kahofer – erstes Flügelhorn, Andreas Zimmerl – zweites Flügelhorn, Christian Eisenhut – Tenorhorn, Ewald Zeiner – Bariton, Radek Růžička – Akkordeon, Werner Zeiner – Tuba und Franz Kahofer – Schlagzeug. Drei Kompositionen steuerte Gruppenmitglied Radek Růžička zur CD bei, die Polka mit dem Titel „Neue Freunde“ stammt vom Leiter der Weinviertler Mährischen Musikanten, Gernot Kahofer. Mit Gewissheit lässt sich das folgende Resümee ziehen: Wer die Stimmung eines typischen Weinviertler Kirtags auch zu Hause inhalieren möchte, schiebt ganz afoch.gmiatlich die neue Scheibe in den CD-Player.

Hörbeispiele:

1. Roztoužená

2. Nechod’K Nám

3. Sternlein

4. Spritzregen

5. Als Ich Ging

6. Na Samotě

7. Jindřiška

8. Renuška

9. Břeclavanka

10. Pro Dědu

11. Neue Freunde

12. Šedesátka

13. Karličku Můj

14. Vám Přátelé

 

 

Orgel trifft Volksmusik 1 & 2

KW 42

Die CD der Woche
präsentiert von Peter Gretzel
Orgel trifft Volksmusik 1 & 2

Die Klangkombination von Orgel und Volksmusik scheint dann ungewöhnlich, wenn der Einsatz einer Orgel auf den Klangraum Kirche reduziert wird. Für heutige Ohren mögen Volkslieder unterschiedlicher Gattungen mit Orgelbegleitung seltsam anmuten und auf Kirchenorgeln zwar prinzipiell spielbare Polkas, Ländler oder Walzer scheinen nahezu undenkbar. Was heute als Ausnahme empfunden wird, war in der Vergangenheit gute Tradition. Ein kurzer Blick in die gemeinsame Geschichte von Volksmusik und Orgel rückt die Dinge ins rechte Licht.

Rückverfolgbar ist das Zusammenspiel von Volksmusik und Orgel bis ins 15. Jahrhundert. Aus dieser Zeit stammen beispielsweise Bearbeitungen von Volks- und Tanzliedern für Orgel, niedergeschrieben im Buxheimer Orgelbuch. Kleine Orgeln – Positive und Portative – wurden in begüterten adeligen und bürgerlichen Häusern zur Begleitung des Gesangs eingesetzt oder dienten zur Aufführung von Orgelkompositionen. Als sich im 18. und 19. Jahrhundert in städtischen bürgerlichen Kreisen die Hausmusik, das gemeinsame Singen und Musizieren im häuslichen Bereich, entwickelte, übernahm das Klavier als Begleitinstrument des Gesangs eine zentrale Rolle. Viele Volkslieder wurden deshalb mit Klaviersätzen versehen und publiziert. Die bis dahin im Einsatz befindlichen Orgeln wurden oft nicht mehr als zeitgemäß erachtet und kamen durch Verkauf in den ländlichen Raum, wo die Hausmusik etwas zeitversetzt ebenfalls Einzug gehalten hatte. Volksmusik und Orgel ergänzten einander.

Seit 2010 begibt sich die Volkskultur Niederösterreich im Zuge der Schubertiaden im Schloss Atzenbrugg alljährlich auf die Spurensuche nach den Gemeinsamkeiten und Spezifika von Volksmusik und Orgel und belebt dabei eine alte, schon fast in Vergessenheit geratene Tradition. Im Zuge dessen erschienen unter dem Titel „Orgel trifft Volksmusik“ 2014 und 2017 zwei Tonträger. Die Orgelwerke spielen Elisabeth Deutsch, Michael Pogglitsch und Franz Reithner an der Orgel in der Schlosskapelle Atzenbrugg ein, die in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts entstand und seit 2008 in der Schlosskapelle aufgestellt ist. Den volksmusikalischen Part übernehmen Salterina (Hackbrett, Gitarre, Kontrabass), der Familiengesang Knöpfl, und die Schrambacher Geigenmusik (Violine, Harfe, Kontrabass, Blockflöte). Beigefügte Booklets liefern wertvolle Hintergrundinformationen zu diesem Klangerlebnis der besonderen Art.

Hörbeispiele:

Orgel trifft Volksmusik 1 (Auswahl)

1. Wir sein wir

2. Menuet und Trio in C

3. Ihr Herren, schweigt ein wenig still

4. Aufzug aus Tragöß

5. Pastorale in C

24. Wann du durchgehst durchs Tal

25. Da unten im Tale

26. Mir fahrn mit der Zülln übern See

27. Mödlinger Tänze, Nr. 8., Länderer

28. Leobersdorfer Walzer

29.  Heut is da lust'ge Faschingstag

30. Herrgott aus Sta'

 

Orgel trifft Volksmusik 2 (Auswahl)

11. Hermann-Boarischer

12. Übers Bacherl bin i gsprungan

13. Orgelmarsch

14. Drentan Steg, üban Bach

15. Maria, du schönste

16. Was schlagt denn da drobn am Tannabam

17. Der Gspöttene Landler

18. Drei Berg und drei Tal

19. Irdninger Nacheinand

20. Andante staccato für Orgel, 2 Violinen und Kontrabass

Tschejefem: Traditionell

KW 41

Die CD der Woche
präsentiert von Edgar Niemeczek
Tschejefem: Traditionell

 

„jung.kreativ.ambitioniert“

Tschejefem, dieser Name steht für Perfektion, den richtigen Schwung sowie gefühlvolles Singen und Musizieren. Mit 20 Einspielungen auf der CD “Traditionell“ beweist das Trio einmal mehr seine Musikalität und Freude am Singen von Jodlern und Interpretieren verschiedener Instrumentalstücke. Tschejefem, das sind mit Steirischer Harmonika und Gitarre Johanna Dumfart, mit Klarinette und Bassklarinette Michael Dumfart und mit Zither, Gitarre und Kontrabass Fabian Steindl. Nach ihrem mit Auszeichnung absolvierten Studium an der Universität Mozarteum Salzburg in der Fächern Steirische Harmonika, Hackbrett und Gesang unterrichtete Johanna Dumfart im Oberösterreichischen Landesmusikschulwerk und am Linzer Musikgymnasium. Seit zwei Jahren ist sie Professorin für Steirische Harmonika am Tiroler Landeskonservatorium. Michael Dumfart ist als hervorragender Musikant auch bei anderen Partien im Einsatz, familiär bedingt etwa beim Dumfart Trio oder beim Mühlviertler Quintett. Dritter im Bund ist der gebürtige Kärntner Fabian Steindl, der nach seinem Studium der Instrumental- und Gesangspädagogik ebenfalls am Mozarteum im Hauptfach Zither als Lehrer sowohl im Tiroler als auch im oberösterreichischen Musikschulwerk engagiert ist. Ausgehend von der traditionellen Volksmusik suchen die drei jungen, kreativen und ambitionierten Ensemblemitglieder auch nach anderen musikalischen Genres, darunter Schlager der 1950er und 60er-Jahre, Wienerlieder und Jazzstandards. Auf ihrer neuesten CD steht nun wieder Traditionelles im Mittelpunkt, wobei Volksweisen ebenso erklingen wie einige von Johanna Dumfart komponierte Nummern.



Hörbeispiele:

1. Kaffee mit Schuss

2. Auf da Kalbeialm

3. Nepomuk Walzer

4. Die schönste Weis'

5. Da Joggele Almerer

6. Murtaler Polka

7. In der Bauernstub'n

8. Rinegger Jodler

9. s'Herzbinkerl

10. A g'mahde Wies'n

11. Thresls Kramerei

12. s'Dirndl gfreit's

13. Landler

14. Boarisch Flo Boarischer

15. Ein Abend am Traunsee

16. In der Klamm

17. Da Gschnallige

18. Schuidianei Jodler

19. Der Weg zum Herzen

20. S'erste Mal zu Dritt

In der blauen Nos'n

KW 40

Die CD der Woche
präsentiert von Edgar Niemeczek
Marie Theres Stickler & Rudi Koschelu: „In der blauen Nos´n“

 

„Wiener Musik, bist mei' Musik!“

Die Ottakringer „Weinschenke zur blauen Nos´n“ gehört sicher zu den beliebtesten musikalischen Wirkungsstätten von Marie-Theres Stickler und Rudi Koschelu. Unter dem Motto: „Sie trinken, wir spielen“ nahmen die beiden daher die Lieder und Instrumentalstücke ihrer neuen CD „In der blauen Nos´n“ auf. Sängerin und Harmonikaspielerin Marie Theres Stickler bezeichnet das Duo als ungleiches Packl, wenn sie sagt: „Ich bin vom Land – er ist aus der Stadt. Ich bin eine Frau – er ist ein Mann. Ich bin (noch) jung – er ist jung geblieben. Ich spiele Knopf – er Kontra.“ Und was die beiden verbindet: die zeitlose ungeheure Leidenschaft zum Wienerlied. Die meisten Kompositionen und Texte steuerte Kontragitarrist Rudi Koschelu bei, und in der ersten von insgesamt 21 Nummern singt er: „Wiener Musik bist leider a Stiefkind in Wean, doch solang i leb´ wird’s di a geb´n.“. Der Ottakringer Koschelu ist ein ausgewiesener Kenner der Wienermusik. Wertschätzend begegnet er anderen Größen und Freunden des Wienerlieds, die mit ihren Texten und Melodien ebenfalls auf der CD vertreten sind, darunter Alfred Gradinger, Kurt Girk, Gerhard Heger oder Roland Sulzer sowie Gastsängerin Eveline Zafred-Koschelu. Rudi Koschelu ist zudem einer der wenigen, die mit der Kunst des wienerischen Dudelns bestens vertraut sind. Davon sind nicht nur seine Fans überzeugt, sondern auch er selbst, vor allem dann, wenn „hint und vorn“ gar nichts mehr zusammenpasst: Dann hilft wohl nur mehr sein „Therapie Dudler“.



Hörbeispiele:

1. Wiener Musik, bis mei' Musik

2. Der Therapie Dudler

3. Der Sandler vom Naschmarkt

4. I bin verliabt

5. Tanz für Motz

6. Mei schena Tram

7. Hörst Mad'l

8. Des macht die Liab

9. I steh' auf Wean

10. Servus Tunkowitsch

11. I muass immer dudeln

12. Di' hat mir der Himmel g'schenkt

13. A klan's Liad zur Erinnerung

14. Auf amol

15. Bubu Marsch

16. Mir g'fallt jedes Liad, wenn's aus Wien is'

17. A Weaner

18. Wann i so durch Wean geh'

19. Mir fehlt mei' Freind

20. Wennst mi' nimmer willst

21. Was is' heut' no' echt?

s'Waldviertel

KW 39

Die CD der Woche
präsentiert von Peter Gretzel
Zwettler Vocalisten. s'Waldviertel

 

„Waldviertler san ma“, so beginnen die Zwettler Vocalisten unter Leitung des passionierten Sängers und Chorleiters Joachim Adolf ihre musikalische Rundreise durch eine der schönsten und zugleich abwechslungsreichsten Landschaften Niederösterreichs. Es ist als ein raues Land bekannt, voll von Wald, Granit und abgeschiedenen Plätzen, was diesem Viertel bis vor kurzem noch den Titel „Mystisches Waldviertel“ einbrachte. Es ist von Abwanderung ebenso betroffen, wie es ein typisches Rückzugs- und Erholungsgebiet ist und damit für den Tourismus immer interessanter wird. Gesungen wurde hier schon immer gern, auch wenn die Volksliedsammler zunächst das Gebiet mieden, weil das Land nicht an den Hauptreiserouten lag.

Das Programm der CD versucht das Waldviertel musikalisch einzufangen. Es reicht von Heimatliedern, Liebesliedern und Gstanzln bis zu geistlichen Liedern, von denen der Geistliche Joseph Gabler viele gesammelt und Ende des 19. Jahrhunderts veröffentlicht hat. Gerade die geistlichen Lieder zeugen von der Gläubigkeit vergangener Generationen. Musikalisch begleitet werden die Zwettler Vocalisten vom Ensemble Quintbrass, das sich selbst als „Waldviertler Wackelsteine in Sachen klingendes Blech“ bezeichnet.



Hörbeispiele:

1. Waldviertler san ma

2. Überführn, überführn

3. Dort unten im Tal, wo da Kamp abirinnt

4. Vom Wald bin i kemma

5. Frühlingspolka

6. Wo anders kann's scho' schöner sein

7. Wann'd das Waldviertler Land kennst

8. Wenn ich morgens früh aufsteh

9. Hoch vom Nebelstein

10. Rumtopfboarischer

11. Im schönsten Wiesengrunde

12. Rorate, o tauet, ihr Himmel herab

13. Gott der Herr hat mir gegeben eine Heimat wunderschön

14. O Herrgott, o Herrgott, i hätt' a Gebitt

15. Maria, wir fallen dir alle zu Füßen

16. O Jesu, deinen Namen

17. Nun geht die müde Sonne

18. Ali-Xandl Polka

19. I woaß net

20. Und a Waldbua bin i

21. Wenn d'Sunn so warm scheint

22. Mei Waldviertl is gwiß

23. In der Mitt' is a Platzl

24. Bua, willst heiratn, sagt er

Hoch hinaus

KW 38

Die CD der Woche
präsentiert von Edgar Niemeczek
Franz Posch und seine Innbrüggler. Hoch hinaus

 

Volksmusik auf höchstem Niveau

Seit 1991 musiziert der beliebte Präsentator der ORF-Sendereihe „Mei liabste Weis“ Franz Posch mit seinen Innbrügglern. Sowohl die vielen Live-Auftritte als auch die Produktion von CDs gehören zur Erfolgsgeschichte der Tiroler Volksmusikgruppe. Die sechs Musiker sind Franz Posch – Flügelhorn und Trompete, Roland Klingler – Flügelhorn, Harald Seiwald – Posaune, Georg Nolf – Tuba und Kontrabass, Hannes Höpperger – Harfe und Stefan Peer – Steirische Harmonika. Auf der CD „Hoch hinaus“ zu hören sind insgesamt 19 Einspielungen, und zwar traditionelle Volksweisen, Selberg´strickte aus der Feder von Franz Posch und Stückln anderer Komponisten, darunter Märsche, Polkas, Boarische und Walzer sowie Vortrags- und Widmungsstücke, die Franz Posch anlässlich seiner „liabsten Weis“ regelmäßig jeder Gastgeberin und jedem Gastgeber widmet. Persönlich darf auch ich mich über ein solches Ehrenstückl freuen: Zu meinem 60. Geburtstag komponierte Franz Posch die ebenfalls auf dem Tonträger eingespielte wienerische Walzerkette mit dem Titel „Sag niemals nie zu Niemeczek“. Die CD bietet erwartungsgemäß einen wahren Hörgenuss und vermittelt Vorfreude auf jene Veranstaltungen, bei denen Franz Posch & seine Innbrüggler wieder zum Tanz aufspielen.

Hörbeispiele:

1. Hoch hinaus in Serfaus

2. Barbara Walzer

3. Prickeln muss es

4. Rosl Boarischer

5. Einzug der Gladiatoren

6. Sag niemals nie zu Niemeczek

7. Südböhmische Polka

8. Boarisch tanz ma

9. Marsch der Steirer

10. Maria Sonnenschein

11. Viel Vergnügen in Fügen

12. Einzugsmarsch (aus Der Zigeunerbaron)

13. Gemeinsam ins Glück

14. Böhmische Liebe

15. Kaiserschützen Marsch

16. Wegmacher Boarischer

17. Fensterkreuz Marsch

18. Auf nach Schladming

19. Für Elisa

zuwig'spüt

KW 37

Die CD der Woche
präsentiert von Peter Gretzel
Die Prömmerinnen.

 

zuwig‘spüt

Schon der CD-Titel verrät, worum es den vier Damen aus Unterstampfing bei Steinakirchen am Forst geht, nämlich um lebendiges spontanes gemeinsames Singen und Musizieren in gut überlieferter und bestens aufeinander abgestimmter Manier. „Bandmama“ Gabriele Prömmer spielt Akkordeon, ihre drei Töchter Harfe (Julia), Violine (Laura) und Cello (Melissa). In dieser Besetzung singen und musizieren die vier Damen auf ihrer ersten CD. Das Quartett stellt seine Kunst mit traditionellen Jodlern und Liedern, mit „neuen Volksliedern“ sowie mit zum Teil komponierten Instrumentalstücken unter Beweis. Wenn die Prömmerinnen ihr Singen und Musizieren als „echte Volksmusik“ bezeichnen, dann wollen sie es so verstanden wissen: Altbewährtem neuen frischen Klang verleihen ohne auf Zeitgenössisches in der Volksmusik zu verzichten.

Auf spielen die Prömmerinnen bei Hochzeiten, Familienfeiern, Messen und ähnlichen Anlässen, wo feine, erfrischend interpretierte Musik gewünscht wird. Wer die vier Damen auf der Bühne live erleben will, kann das im Haus der Regionen in Krems-Stein am 25. September 2020.

Hörbeispiele:

1. Unser Dörferl is net groß

2. Der Hasbacher

3. Drei Berg und drei Tal

4. Fröhliche Bergler

5. Stampfinger Gstanzl

6. Holadiridio- Im Wald draußt is grean

7. Auf der Pflegermahdalm

8. A Liadl mit Gfühl

9. Ländler-Fantasien

10. Bist du net bei mir

11. Der Langenwanger

12. Immergrün

13. A Waldbua bin i

14. Hoch vom Ötscher drob'n

15 Auf der Höh'

Klingendes Singendes Haag

KW 36

Die CD der Woche
präsentiert von Edgar Niemeczek
Klingendes Singendes Haag

Musik für alle Lebenslagen

Die Stadt Haag im Mostviertel ist bekannt für ihre kreativen und musisch engagierten Menschen. Kultur hat ja in Haag einen besonders hohen Stellenwert, denkt man an den Theatersommer Haag, den Theaterkeller, die Stadtkapelle und das Jugendblasorchester, die Musikschule und die Musikhauptschule, den großen Chor Haag und kleinere Vokalensembles, die Vereine zur Pflege der Goldhauben- und Kopftuchtrachten, die Volkstanzgruppe und verschiedene Volksmusikpartien oder an die kunsthandwerkliches Arbeiten etwa von Grete Hammel. Da mag es auf der Hand liegen, speziell die vielen singenden und musizierenden Haager Formationen auch auf CD zu präsentieren. Die Idee dazu hatte der bekannte Pädagoge und Chorleiter Prof. Edgar Wolf, der zugleich auch für die Produktionsleitung verantwortlich zeichnete. Anhand des neuen Tonträgers wird die Vielfalt des Haager Musiklebens in beeindruckender Art und Weise hörbar und erlebbar. Mit den aufgenommenen Liedern und Instrumentalstücken spannen die insgesamt 24 Formationen einen weiten Bogen von der Volksmusik und Volksliedern über Alte Musik und Klassik bis hin zu Kompositionen aus den Bereichen Spiritual, Weltmusik, Pop und Musical.

Hörbeispiele:

1. Festlicher Aufzug

2. Stoariegler Polka

3. Da Schean

4. Polka links umi

5. An Schindl-Schneider Seppn seina

6. Schokolade

7. Festlicher Aufzug

8. Trag mi Wind

9. Drah di umi

10. Down in Bethlehem

11. Zamilov Vlacek Polka

12. I trink hiaz koan Schnaps

13. Über Berg und Tal

14. Stubenmenuett

15. Haydn Menuett

16. Auf, Feiglinge, zum Kampfe!

17. Bonsoir

18. Cantilena

19. Schlaf wohl

20. And with my song

21. The holly and Ivy

22. Liebeslied

23. City of my heart

24. Start up

25. With a little help from my friends

26. Westside Story-Selection

27. Africa

28. L'Áriesienne Suite Nr. 2 / 1. Satz: Pastorale

Kopfkino. Quetschwork Family

KW 35

Die CD der Woche
präsentiert von Peter Gretzel


KOPFKINO. Quetschwork Family

Julia und Walter Sitz, Jakob Steinkellner und Markus Wolf singen und musizieren unter dem Namen „Quetschwork Family“ und bezeichnen sich selbst gerne als die reinste Bühnenbilderbuchfamilie. Nach der CD „Jetzt håm mas“ machen sie mit der CD „Kopfkino“ ihren zweiten musikalischen Weitwurf und landen einen Volltreffer für alle diejenigen, die Mundarttexte mögen, weil diese vielleicht prägnanter und pfiffiger vom alltäglichen Leben und den Erfahrungen daraus plaudern können. Wenn die stereotypen Bilder auf Bildschirmen und Leinwänden, auf Tablets und Handys Reizüberflutungen verursachen, kann das Kopfkino heilsam wirken. Es sind die Bilder aus dem Leben, die einfachen Dinge, die Gefühle, der Humor, die Sehnsüchte und Wünsche, die die Quetschwork Family nicht nur vorüberziehen lässt, sondern sie musikalisch auskostet und zu einem Ohrenschmaus zaubert, mit einfachen Zutaten, die da wären: geistreiche und dennoch geerdete Texte und Melodien aus der Feder von Walter Sitz, Virtuosität im Musizieren mit Blockflöte, Steirische Harmonika, Kontrabass und allen möglichen Schlaginstrumenten, und nicht zuletzt: geölte Stimmen.

Wer sie live hören will: Am 4. September 2020 betritt die Quetschwork Family nach Corona wieder eine Bühne, und zwar im Stift Herzogenburg. Näheres unter www.quetschwork-family.at.

Hörbeispiele:

1. Wås spricht dageg’n

2. Mei Mostviert’l

3. Kopfkino

4. 7 Zwetschk’n

5. Solche und solche Tåg

6. Lång steht die Wöd ned mehr

7. Wie sehr i di liab

8. Zungenbrecher Wålzer

9. Schwårze Schåf

10. Schritt für Schritt

11. Die Pompfüneberger-Damen

12. Stress is modern

13. Kånnst ned oder wüst ned

14. Weistråcher Zwiefåcher

Auf Blech. Pulkautaler Kirtagsmusik

KW 34 2020

Die CD der Woche
präsentiert von Edgar Niemeczek
Auf Blech. Pulkautaler Kirtagsmusik


Fetza, den scholla ma aus´n Gnack!!

 

„Auf Blech“ heißt jene CD, mit der die Pulkauer Kirtagsmusik ihrer Besetzung entsprechende den unverwechselbaren Bräuchen und der typischen Musikkultur des Weinviertels die Ehre erweist. Kapellmeister Prof. Franz Kastner war es ein besonderes Anliegen, den Menschen alte Traditionen und Wissen über Musik näherzubringen, konnte er ja noch selbst als Kirtagsmusikant die Schönheit des Dorflebens früherer Zeiten kennenlernen. Eingespielt wurden Märsche, Polkas und Walzer Weinviertler Komponisten, darunter einige Stücke des 1870 geborenen und 1953 verstorbenen sogenannten Walzerkönigs des Weinviertels, Josef Krickl. Herausfordernd für die Musiker war das Spielen mit Instrumenten in hoher Stimmung ebenso wie das Einstudieren der Musiknummer auf Grundlage alter handgeschriebener Noten. Passend und einfühlsam ergänzt werden die Kirtagsklänge, wenn sich einige Musiker in ihrer alten Geheimsprache, der „Dewarei“ unterhalten. Dabei geht es – ohne zu viel zu verraten – um ganz Wichtiges: um den Wein, also den „Koarl“ und das Bier, das „Plempo zum schwechan bei da Pschoa“, das ist die Jause. Eine spezielle Unterhaltung handelt etwa vom Nachtquartier, nämlich vom „Duima im Padas seina Streanz“, dem Schlafen eines Musikanten im Haus des Herrn, der von seiner „Padasin“, der Hausfrau in seinem Rausch deswegen in die „Koarlstreanzn“, also in den Keller geschickt wird. Gesehen wurde der Musikant tags darauf aber nicht mehr, ist er doch rechtzeitig auf und „ogstromt“.

Hörbeispiele:

1. Schützen Marsch

2. Moderation

3. Auf der Heide

4. Aus Liebe

5. Dewarei 1

6. Josefinen Walzer

7. Oberst Kuhn

8. Moderation

9. Neuer Wein

10. Der Vater des Regiments

11. Dewarei 2

12. Gruß vom Süden

13. Heiterkeit

14. Moderation

15. Erzherzog Ludwig Viktor

16. Moderation

17. Pepi's Landler

18. Ernstbrunner Klänge

19. Dewarei 3

20. Im Eichenwald

21. Moderation

22. An der Tete

Die Pretuler Buam

KW 33 2020

Die CD der Woche
präsentiert von Edgar Niemeczek
Die Pretuler Buam

Steirische Tonspuren

In der Reihe „Steirische Tonspuren“ erschien erst vor kurzem eine CD mit 26 ausgewählten Aufnahmen der legendären Pretuler Buam. Die überregional bekannte Gruppe aus dem Pretulgraben bei Langenwang im heutigen Bezirk Bruck-Mürzzuschlag musizierte von 1960 bis 1980 und war ähnlich bekannt und beliebt wie das im selben Ort beheimatete Edler Trio. Im Unterschied zur Edler-Besetzung mit Harmonika, Klarinette und Posaune spielten die fünf Pretuler Buam zusätzlich mit einer zweiten Klarinette und einer Schlaggitarre nach dem Vorbild Slauko Auseniks Original Oberkrainer Quintett. Komponiert wurde gemeinsam, und zwar in derart, dass einem der Musikanten eine Melodie oder ein Text einfiel und danach so lange daran gearbeitet wurde, bis das Stückl gepasst hat. Auf Wunsch ihres gemeinsamen Großvaters Benedikt Dissauer lernten die drei Cousins Alfred Dissauer, Fritz Schöggl und Peter Wagner zunächst beim Langenwanger Hauptschuldirektor Friedrich Marketz das Geigenspiel und Notenlesen. Das Spiel mit anderen Instrumenten brachten sie sich selbst bei. Ab 1956 traten die drei dann regelmäßig auch öffentlich auf: Alfred Dissauer spielte Klarinette, Fritz Schöggl Harmonika und Peter Wagner Gitarre. 1958 stieß Albert Feiner als zweiter Klarinettist zur Gruppe. In seiner Bundesheerzeit wurde Fritz Schöggl dann von Richard Zisser vertreten und musste nach seiner Rückkehr
den Bass übernehmen. 1970 trat schließlich Hermann Riegler als Harmonikaspieler in die Fußstapfen von Fritz Schöggl. So musizierten die Pretuler Buam bis vor 40 Jahren bei zahlreichen Veranstaltungen, ihr Stückln klingen aber heute noch so animierend und frisch wie damals.

Hörbeispiele:

Hier klicken!

Erhältlich auf Anfrage in der Buchhandlung der Regionen in Krems-Stein.

Das Osttiroler Hackbrett Folge 1 und 2

KW 32 2020

Das Osttiroler Hackbrett in verschiedenen Besetzungen und
als Soloinstrument

Folge 1 und Folge 2

Regionale Musikkultur: kreativ, überzeugend und unverwechselbar

Dem engagierten Musikanten Martin Weger ist es zu verdanken, dass mittlerweile zwei CDs mit Aufnahmen rund um das Osttiroler Hackbrett erschienen sind, und zwar zwei für Volksmusikfreunde absolut empfehlenswerte CDs! Eingespielt wurden Volksmusikstückln, deren Klangbild durch das Osttiroler Hackbrett geprägt wird, interpretiert von Florian Pedarnig mit seiner Familienmusik und den Altstadtlern, den Grittldorfer Musikanten, den Oberlienzer Volksmusikanten, der Alt Matreier Tanzmusik, der Sunnseitner Tanzmusik, der Mitterhögl Hausmusik, Martin Weger – Hackbrett und Helmut Niederwieser – Harfe sowie weiteren Formationen.

1973 gründete Florian Pedarnig mit den Altstadtlern jene Gruppe, die in der typischen Osttiroler Tanzmusikbesetzung mit dem diatonischen Hackbrett bei unzählig vielen Musikantentreffen und Volkstanzfesten aufspielte. Dadurch wurde das Osttiroler Hackbrett nicht nur in Tirol, sondern auch weit darüber hinaus bekannt. Um einen guten Klang zu gewährleisten, verwendeten manche Hackbrettbauer das Holz der langsam gewachsenen Haselfichte, erkennbar an den eng aneinander liegenden Jahresringen. Speziell im Iseltal beherrschten manche Bauern die Kunst des Hackbrettbauens. Initiator und Aufnahmeleiter der beiden CDs rund ist der Musiker, Komponist, Kapellmeister und Volksmusikexperte Florian Pedarnig.
 

Hörbeispiele:

CD 1

1. Rudi Pietsch Marsch

2. Für´n Jakob

3. Sternpolka

4. Beim Helenenkirchl

5. Beim Krumbriesen Brünnl

6. Am Schoberköpfl

7. Dem Ternl Sepp zur Ehr

8. Dachharpfen Boarisher

9. Außerfeldner Schweglmarsch

10. Da Maria Ihrer

11. Auf´m Höechsitz

12. Dölsacher Schützenmarsch

13. A gmietlicher Boarischer

14. Alter Matreier Walzer

15. Krampus Polka

16. Der Hupfete

17. Am Oberraggerhof

CD 2

1. Dem Flor zum Dank

2. In der Oberragger Stubn

3. Bei uns dahoam

4. Dem Brugger Peter Seiniger

5. Lichtmess Landler

6. Almfrieden

7. Iseltaler Hackbrettlandler

8. Grünberg Boarischer

9. Springingerl Polka

10. Osttiroler Brautwalzer

11. Im Sauwinkel

12. Im Lärchenwald

13. Im Apfelkeller

14. In Pongau eini

15. Zum Andenken

16. Kreuzweh Boarischer

17. Beim Rastlplatzl

18. Alter Pfeifenmarsch aus Tirol

19. Dem Tobias

20. Die Hirten vom Girglhof

21. Meiner Silvia

Erhältlich auf Anfrage in der Buchhandlung der Regionen in Krems-Stein.

Randhartinger und die Volksmusik

KW 31

Randhartinger und die Volksmusik
Solo- und Duettlieder
von Benedict Randhartinger (1802-1893)

Benedict Randhartinger (1802–1893), ein gebürtiger Niederösterreicher aus Ruprechtshofen, war Sänger, Komponist und Hofkapellmeister und stand als solcher in der damaligen Gesellschaft in hohem Ansehen. Sein Oeuvre umfasst rund 2.000 Kompositionen von Liedern, Chören, Balladen und Kirchenmusik. Wie viele seiner zeitgenössischen Musiker und Komponisten wandte er sich in biedermeierlicher Manier der Alltags- und Volkskultur zu, was sich in verschiedenen Liedkompositionen niederschlug. Neben Gedichten der Romantiker Nikolaus Lenau oder Heinrich Heine vertonte Randhartinger mundartliche Lyrik unter anderen von Johann Gabriel Seidl, Adolf Schmidl und Josef Weyl. Eine engere Zusammenarbeit pflegte Randhartinger mit dem Librettisten, Theater- und Dialektdichter sowie Volksliedersammler Alexander Baumann (1814–1857), welcher ohne Notenkenntnisse Liedmelodien schuf und die Zither meisterhaft zu spielen wusste. Die von Baumann in Text und Melodie nach Volksweisen verfassten und ab 1842 bei Anton Diabelli verlegten „Gebirgs-Bleamln“ hatte Benedict Randhartinger für Sologesang oder Duett mit Klavierbegleitung eingerichtet.

Als Interpreten einer feinen Auswahl aus den zahlreichen Liedkompositionen Randhartingers mit Bezug zur Volksmusik sind auf der CD Daniel Johannsen (Tenor), Doris Bogner (Sopran) und Anton Gansberger (Klavier) zu hören. Ihre Kurzbiographien, eine Einleitung in die Thematik von Adi Gertraud Trimmel, der Leiterin der Benedict-Randhartinger-Gesellschaft in Ruprechtshofen, die vollständigen Liedtexte sowie Quellenangaben begleiten im Booklet den Tonträger. – Auf jeden Fall eine interessante musikalische Reise ins 19. Jahrhundert! (Peter Gretzel)

 

Hörbeispiele:

1. S'besti Parl

2. An die Erwählte

3. Setz di zu mir

4. Bei der Mühle

5. Guada Rad

6. Der Hoagliche

7. Da lustigi Jaga

8. Da Pfiffige

9. Der neidige Bauer

10. Der Verstossene

11. Heilmittel

12. Einsame Klage

13. S'Blinzeln

14. Frialings-Gsangl

15. S'is Anderscht

16. Der eifersüchtige Bua

17. Wia ri bin vorwichen

18. Schiffa-Gsangl

19. Schmidlied

20. Am Strome

21. Schlummerlied

22. Da Bua in da Fremd

23. Lied der Spinnerin

24. Wanderlust

herausgegeben von der Volkskultur Niederösterreich, 2018.
HeiVo 142.
Erhältlich in der Buchhandlung der Regionen in Krems-Stein oder online.

So klingt's im Mohndorf Armschlag

KW 30

Musikalischer Genussladen

Beim Mohnwirt heißt eines von insgesamt zwölf Volksmusik-Stückln, die vom Bläserquartett Mohndorf Klang auf der neuen CD mit der Bezeichnung „So klingt´s im Mohndorf Armschlag“ eingespielt wurden. Armschlag, eine Ortschaft in der Gemeinde Sallingberg im Waldviertler Bezirk Zwettl, ist bekannt für den Mohn, die Mohnfelder, die nach Juli-Tagen voller Blüte sich in ein Meer von grünen Mohnkapseln verwandeln, für den interessanten Mohnlehrpfad und natürlich auch als Heimatort der Mohnwirte Rosemarie und Johann Neuwiesinger, die ihre Gäste mit allerlei köstlichen Mohnspezialitäten verwöhnen, ob Mohntorte, Mohnstrudel, Mohn-Palatschinken, verschiedene Salate oder die typischen Waldvierler Mohnnudeln. Als musikalische Visitenkarte für das Mohndorf Armschlag präsentierten die vier Blechbläser Dominik Schnaitt – Basstrompete, Erich Zöchmann – Klarinette, Daniel Ott – Flügelhorn und Robert Puhr – Tuba eine CD, die mit schwungvollen Melodien Guster auf Mohnspezialitäten ebenso macht wie auf einen Besuch des Mohndorfes: am besten, wenn die vier Musikanten eine der vielen Mohn-Veranstaltungen musikalisch umrahmen. (Edgar Niemeczek)

 

Hörbeispiele:

1.  Beim Mohnwirt

2. Musik Musik

3. Im Wäldchen, Polka

4. Kannst du Knödel kochen

5. Für Pepi

6. Die flotte Franziska

7. Mein Karl

8. Mohnmühl Polka

9. Weintrinker Marsch

10. Scherer Polka

11. Wenn der Herrgot den wü

12. Erinnerungen an Brennberg

 


Verein Mohndorf Armschlag, Hrsg: Volkskultur Niederösterreich, 2019

Aniada a Noar: Summawind

KW 29

Musik von Dahoam und der Welt: unterhaltend, engagiert, tiefsinnig

Seit mehr als 35 Jahren gehört die Gruppe „A niada a Noar“ zu den Fixsternen am heimischen Musikhimmel. Volksmusik immer wieder neu zu interpretieren, Heimisches mit anderen europäischen Musikstilen harmonisch zu verbinden und dabei nicht beliebig zu werden, sondern unverwechselbar zu bleiben, sind spezielle Markenzeichen der steirischen Band. Wie nicht anders zu erwarten, gilt dies auch für das neue und mittlerweile 20. Album von „A niada a Noar“. Die aktuelle CD heißt zwar „Summawind“, bietet inhaltlich aber weit mehr als ein jahreszeitlich angelegtes Repertoire. Die Nummer „An Summa Zeit“ nimmt Bezug auf einen farbenprächtigen Sonnenuntergang im späten Herbst, im Lied „Schwoazbraune Augn“ verwandelt sich das 1882 von Quirino Fidelino Mendoza y Cortés verfasste populäre Volkslied „Cielito lindo“ – quasi die zweite Nationalhymne Mexikos – in ein musikalisches Liebesgedicht und in ein Plädoyer gegen das Schüren von Ängsten, und auch das Protestlied „Die Wölt“ vermittelt in subtiler Art und Weise 30 Jahre nach seinem Entstehen den Eindruck, dass vieles auf dieser Welt nach wie vor auseinandergeht. Im typischen Sound der „Noarn“ begeistern auch die Instrumentalnummern, darunter die Widmungsstücke „St. Patricks Schleiniger“ und „Stiller Walzer für Lea“ oder die „Polka di pulce“ und die rhythmisch mitreißende Komposition „Refugees welcome“. Beeindruckend ist die Besetzungsliste der drei Musiker und Sänger von „A niada a Noar“ mit Wolfgang Moitz – Flöten, Nasenflöte, Glockenspiel und Piffero, Bertl Pfundner – Ziehharmonika, Gitarre, Mandoline, Mundharmonika und Bass sowie Andreas Safer – Geige, Mandola, Nasenflöte, Ziehharmonika, Singende Säge und Glockenspiel. (Edgar Niemeczek)

 

EUR 14,99 zzgl. Versandkosten

Hoanzl ISBN 9006472035961

Hörbeispiele:

1. Zwitscher Mazurka

2. An Summa Zeit

3. Refugees welcome

4. Schwoazbraune Augn

5. Summawind

6. St. Patricks Monks

7. St. Patricks Schleiniger

8. Wenn da Himml si waß Gott wos traut

9. Stille Walzer für Lea

10. Di Wölt

11. Heated discussion

12. Gstanzl für Till

13. Polka di pulce

14. Allezeit

Hoanzl, 2019

Zu Dir, o Vater, voll Vertrauen

KW 28

Geistliche Lieder aus der Weinviertler Singtradition

Pilgerwege führen quer durch unser Land zu wichtigen Wallfahrtskirchen, sei es nach Santiago de Compostela, nach Mariazell oder auch zu einem der vielen kleinen Wallfahrtsorte in der näheren Umgebung. Der „Weinviertler Jakobsweg“ mit einer Länge von rund 153 Kilometern etwa wurde vor 10 Jahren eingerichtet und ist mittlerweile fester Bestandteil des internationalen Pilgerwesens. Vielen bekannt ist auch die „Via Sacra“ zum österreichischen Marienheiligtum Mariazell.

Im Laufe der Jahrhunderte sind unzählige „geistlichen Lieder“ entstanden, die bei Wallfahrten, Prozessionen, Andachten und anderen kirchlichen Veranstaltungen innerhalb eines Jahreskreises gesungen wurden. Sie waren Ausdrucksformen einer Frömmigkeit außerhalb der Messliturgie und boten Raum für ein persönlich gestaltetes Glaubensleben ebenso wie für ein gemeinsames Beten und Singen.

Der vorliegende Tonträger möchte einen möglichst abwechslungsreichen Einblick in das reichhaltige geistliche Liedgut gewähren, das bis heute teilweise noch verwendet wird, wie Markus Göller in seiner Untersuchung über „Das geistliche Lied und seine Bedeutung für Wallfahrt und Volksfrömmigkeit“ am Beispiel der Wallfahrt der Herrnbaumgartner Gläubigen nach Maria Moos in Zistersdorf darlegen konnte. Als bemerkenswert wird die Weinviertler Singtradition bezeichnet. Ein oder zwei Vorbeter tragen einen Teil des Liedes vor. Die teilnehmende Bevölkerung wiederholt den vorgesungenen Teil des Liedes. Dieser Wechselgesang ermöglicht ein Singen aus dem Gedächtnis. Die Vorbeter wieder beziehen die langen Liedtexte aus den überlieferten Vorbeterbüchern.

Das Booklet ist als handliches Liederheftchen gestaltet, das zum Singen und Mitsingen einlädt. Quellenangaben über Herkunft und Gebrauch der Lieder begleiten die Liedsätze.
(Peter Gretzel)

 

Hörbeispiele:

1. Beim neuerwachten Tageslicht

2. Te Deum laudamus

3. Lasst den heiligen Leopold

4. Ich steige in das Schiff hinein

5. Lobpreist den Herrn, ihr Menschen all'

6. Zu Dir, o Vater, voll Vertrauen

7. Ihr Kräften der Seelen (Mährische Fassung)

8. Heilige Anna

9. Ecce homo

10. Gute Nacht, o Welt

11. Heilige Johann Nepomuk

12. O God, o God, wås muass das sein

13. Ihr Kräfte der Seele (Weinviertler Fasung)

14. Der güldne Rosenkranz

15. Glück auf, liabe Bergleut (Heilige Barbara)

16. Sind wir alle aufgestanden

17. Ave Maria klare

18. Rorate, o tauet

19. Draußt auf der grean Heiden

20. Der Engel des Herrn

21. Mit Andacht lasst uns beten

 

herausgegeben von der Volkskultur Niederösterreich, 2004.

35 Jahre Volksmusik aus dem Land Salzburg

KW 27

Auf den Spuren der Pongauer Bauernkapelle Pokorny

 

 

Gegründet vor mittlerweile 35 Jahren, zählt die Außerfeldner Tanzlmusi zu den
bekanntesten und beliebtesten Volksmusik-Partien im gesamten Alpenraum. Das Aufspielen zum Tanz ist für die Gruppe aus dem Raum Bischofshofen und Sankt Johann geradezu eine Selbstverständlichkeit. Mit der neuen CD unter dem Titel „Volksmusik aus dem Land Salzburg“ machte die Gruppe nicht nur sich selbst ein ansprechendes Jubiläums-Geschenk, sondern auch allen ihren Freunden und Wegbegleitern. Zu diesen gehören speziell die Harfenistin Waltraud Stögner und die Pongauer Bläser, die ebenfalls auf dem neuen 22 Instrumentalstücken umfassenden Tonträger vertreten sind.

Bis 1929 wurde das heute einen Ortsteil von Bischofshofen bildende Mitterberghütten mit Außerfelden bezeichnet. Der früher für seinen Kupferbergbau bekannte Ort war bereits um das Jahr 1900 ein beliebter Treffpunkt für viele der damaligen Musikanten. Heute begeben sich die sieben Mitglieder der Außerfeldner Tanzlmusi auf die Spuren der legendären „Pongauer Bauernkapelle Pokorny“, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zahlreiche Aufnahmen auf Schellack produzierte. Ihr Leiter Adolf Pokorny und einige Musikanten der Kapelle waren als Bergwerksarbeiter von Böhmen nach Salzburg gekommen, als hochgeschätzte Musikanten gelang ihnen rasch die Integration in ihrer neuen Heimat.

Intensiv mit der Musik der „Pongauer Bauernkapelle Pokorny“ beschäftigten sich die beiden Musiker der Außerfeldner Tanzlmusi, Hans Pokorny und Hans Gappmaier. Dazu gehörte es, Aufnahmen von alten Schellack-Platten in Notenschrift zu übertragen und neu zu bearbeiten. Am 26. April 2013 präsentierte die Außerfeldner Tanzlmusi im Haus der Regionen ihr beeindruckendes Programm mit Volksmusik vom Feinsten sowie interessanten Kommentaren. Vielleicht gibt es zukünftig wieder ein solches Gastspiel, schon jetzt aber lässt die neue CD die Herzen vieler Volksmusikfreunde höherschlagen! (Edgar Niemeczek)

 

 

Tipp: Proben aus der neuen der Außerfeldner Tanzlmusi-CD unter dem Sendungstitel „Neues aus der Volksmusik“ erklingen bei
aufhOHRchen auf Radio NÖ am 30. Juni um 20.00 Uhr

 

Hörbeispiele:

1. Kirchtag Polka

2. Im Hochgebirg

3. Tanzlust Polka

4. Fangt schon des Fruahjahr an

5. Jodler Marsch

6. Traudi's Staad-Lustiger

7 Rote Rösalan, Arnreiter Dreier

8. Hansi Landler

9. Tiafa geht's nimma

10. Abschied der Slawin

11. Fanny Polka

12. An Hauser Karl seiner

13. Gruß an Tirol

14. Mittersiller Kirchtag

15. Böhmische Polka Nr. 2

16. XXXV Jahr Polka

17. Duldjo

18. Aufi auf d'Hech

19. Berchtesgadener Landler

20. Oz Pujdu ke Tve Mame

21. Mühlbach Polka

22. Zu guata Stund a Liadl, Da Traurige

Jucker, Springer, Rongger, Schlicher

KW 26

National-Tänze und Lieder aus alten Vorarlberger Sammlungen

 

2019 feierte das Vorarlberger Volksliedwerk sein 45-jähriges Bestandsjubiläum. Aus diesem Anlass veröffentlichte das Volksliedwerk in Zusammenarbeit mit dem ORF Vorarlberg eine CD mit zeitgenössischen Interpretationen von Vorlagen aus zwei Vorarlberger Volksmusik-Sammlungen des beginnenden 19. Jahrhunderts: Die „Sonnleithner-Sammlung“ und die „Sammlung Strolz“.

Die Sonnleithner-Sammlung entstand 1819 auf Betreiben des Mitbegründers der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Joseph von Sonnleithner (1766–1835), und verfolgte die „Erhebung von Nationalgesängen und -tänzen“ in der damaligen Habsburgermonarchie. Die rückgelaufenen Aufzeichnungen für Vorarlberg stammen aus dem Montafon und aus Lustenau. Sie sind ein Meilenstein in der Musikgeschichtsforschung, werfen aber wegen der geringen Ausbeute wenig Licht auf die damals üblichen Lieder der Vorarlberger Bevölkerungsschichten.

Das Notenheft des „Spielmanns“ Josef Martin Strolz von 1812 bis 1818, das in einer Abschrift des Bludenzer Gymnasialprofessors August Schmitt (1861–1933) überliefert ist, trägt den bezeichnenden Titel „Alte Bregenzerwälder und Montafoner Tänz von 1812 bis 1818 Ohmisberg am Lech und Zürs für Violin, Flöte und Clarinette. Aus dem Gedächtnis notiert vom ehemaligen Spielmann Josef Martin Strolz“. Schmitts Abschrift enthält zwanzig Tänze aus dem Bregenzerwald sowie zehn Tänze aus dem Montafon.

Die auf der CD dargebotenen Interpretationen tragen die Handschrift der Musikerin und Volksmusikforscherin Evelyn Fink-Mennel. Die Aufnahmen der Ensembles „tanzbar“, „finkslinggs“, „Kons-Fidler“ und „Fiddlekids“ wollen und können kein Klangbild des frühen 19. Jahrhunderts vermitteln. Sie sind vielmehr das spannende Ergebnis des Aufeinandertreffens von historischer Aufführungspraxis und gegenwärtigen Spielmoden.

Die CD begleitet ein ausführliches Booklet mit Beiträgen von Evelyn Fink-Mennel und Annemarie Bösch-Niederer, der Leiterin der Musiksammlung im Vorarlberger Landesarchiv. Detaillierte Quellenangaben vervollständigen dieses musikalische und wissenschaftliche Herangehen an frühe volksmusikalische Quellen. (Edgar Niemeczek)

Hörbeispiele:

1. Jucker

2. "Stimmt an den frohen Rund-Gesang"

3. National-Tanz Nr. 2

4. "Drei lederne Strümpf"

5. National-Tanz Nr. 5

6. "Heinrich schlief bei seiner Neuvermählten"

7. "Juche, ich bin ein Biedermann"

8. Die sieben Sprünge

9. "O Maria voll der Gnaden"

10. "Ach mein Seel" (Adventlied)

11. National-Tanz Nr. 3

12. "Aus Lieb verwundter Jesu" (Fastenlied)

13. National-Tanz Nr. 1+4

14. "Maria, du Himmels Königin"

15. Springer

16. Rongger Nr. 10 "Grüsele läppisch"

17. Rongger Nr. 5+7 "Gibele gäbele"

18. Zigeiner Walzer

19. Rongger Nr. 8 "Mei Mädel ist lustig"

20. Alte Schlicher Nr. 10,13,14,11/2,10

21. Gigermichelis Schlicher Nr. 6+7

22. Gigermichelis Kehrab

 

herausgegeben vom Vorarlberger Volksliedwerk und ORF Vorarlberg

klangvoll.Die Bucklige Welt

KW 25

So klingt´s zwischen Wechsel und Rosaliengebirge

 

Bekannt als Land der 1000 Hügel präsentiert sich die Bucklige Welt als besonders abwechslungsreiche Gegend: einmal lieblich und mild, dann wieder rau und herb, in den Wäldern eher düster und geheimnisvoll, auf den Anhöhen oder „Riegeln“ dafür wieder licht und hell. Gleich der reizvollen Landschaft erkennt man auch die Volksmusik der Buckligen Welt an ihrem Charme und an regionaltypischen Merkmalen. Persönlichkeiten wie der legendäre Aspanger Wirt Franz Puchegger mit seinen Puchegger Spielleuten, das Gamperl Trio oder das Jägerquintett aus Harmannsdorf gelten auch heute noch als prägende Vorbilder einer Region, die auch von kulturellen Einflüssen der angrenzenden Gebiete in der Steiermark und im Burgenland geprägt ist. Bereits vor 15 Jahren stellten sich der Bezirksbäuerinnenchor Kirchschlag unter Leitung von Hedi Monetti, die Edlitzer Weisenbläser, die Unterdörfler, die Geschwister Schuh, das Königsberger Flügelhornduo, die Lichtenegger Volksmusikanten und Harmonikasolist Markus Haag mit den Aufnahmen dieser CD als würdige Volksmusikbotschafter ihrer Region vor. (Edgar Niemeczek)

 

Tipp: „So klingt die Bucklige Welt“ ist auch der Sendungstitel bei aufhOHRchen auf Radio NÖ am 16. Juni um 20.00 Uhr

Hörbeispiele:

Zöberner Zwoarer

Liebesfunken-Polka Franze

Heit Is Die Samstagnacht

'n Franzl Seiner

Oamal Geh I No Her Übern Semmering

Kaltenberger Marsch

Wanns Fruajahr Ankimmt

Kupferschmid Polka

Schau, Schau Wias Regnan Tuat

Nur Flott-Polka

Kirtagsländler

Und I Hab Halt A Dirndl

Damenjagd

Frühlingsblüten

Liebeslaube

I Bin Weit Hergangen

Postillion Franzée

's Maiglöckerl

Schöne Röserln

Königsberg Polka

Schneeflocken Walzer

Gruß aus den Bergen

Die Vöglein Schlafen Schon im Wald

Übern Präbichl

Die Sonne Neiget Sich

Liebesrausch-Walzer

Waldesgrüße-Jugenderinnerungen Eines Musikanten

 

Die CD wurde 2016 von der Volkskultur Niederösterreich herausgegeben. HeiVo CD 133 AuMe

G'schichtn aus'n Wald

KW 24

Einst harte Arbeit, heute Kulturerbe

 

Drei Waldviertler Urgesteine vereinen sich, wenn es darum geht, dem Wald und seinem Viertel die notwendige Reverenz zu erweisen: die Mundartdichterin Isolde Kerndl, das Blechbläserensemble Quintbrass und der Fotograf Georg Fessl.

Isolde Kerndl ist Waldviertlerin. Sie weiß um die Mentalität der Leute ebenso wie um die Vorzüge dieser Landschaft und deren Verletzlichkeit. Ihre Eindrücke und ihre Liebe zur Landschaft verpackt sie in heiter-nachdenkliche, besinnlich-aufrüttelnde und zurückhaltend-bissige Gschicht’n. Das Brass-Sextett Quintbrass musiziert quer durch alle Stilrichtungen und findet den richtigen Ton, wenn es um die Charakterisierung des Lebensraums Waldviertel geht. Die Künstler wissen einiges auf musikalische Weise zu erzählen, wenn sie auf traditionelle Formen aufbauen und zu neuen Melodien finden. Georg Fessl betrachtet die Schönheit des Waldes mit dem Auge eines Fotografen. Detailreiches stellt er neben Landschaftsaufnahmen und wahrt so den Blick auf das Kleine im Großen.

In einer Slideshow auf DVD, die dem Tonträger beigeschlossen ist, werden Dichtung, Musik und Bild verschmolzen – ein berührendes Gesamtkunstwerk über das Waldviertel.
(Peter Gretzel)

Hörbeispiele:

Gschicht´n aus´n Wald Overtüre

De Bam

W/4 Fanfare

Stoana lieg´n wia schwarze Weiba

Der alte Hirsch

Grenzstoana am Waldrand

Dorfkuchl Landler

De alte Föhra

Tanz der Borkenkäfer

Es gibt a Fest im Wald

Harvester Marsch

Er war im Weg

Der Tod des Kuckucks

Der Motorsagl schreit und kreischt

Autobahn Blues

I fahr auf Zwettl aussi

Jazz  Waltz

Im Wald

Invincible

´s Moor

Blumenwiesen Jodler

Da Jaga geht auf seine Pirsch

Im Wald & A Bam

 

Die CD wurde 2016 von der Volkskultur Niederösterreich herausgegeben. HeiVo CD 133 AuMe

Hier finden Sie die bisher vorgestellten CDs der Woche!

Fachkundige Rezensionen und Empfehlungen unserer Volksmusik-Experten!

Wann´s Pech zum Glück wird Lindabunner Dreigesang und Lindabrunner 3er-Musi

KW 23

Einst harte Arbeit, heute Kulturerbe

Bereits 2002 gingen der Lindabrunner Dreig´sang und die 3er-Musi ins Tonstudio, um überlieferte Lieder und Weisen aus dem südlichen Niederösterreich aufzunehmen. Besondere Zuwendung erhielt die Pecherei, also die Gewinnung von Baumharz in den Föhrenwäldern zur Herstellung von Terpentin, Kolophonium und verschiedenen Pflegemitteln. Bildete die Pecherei vor allem im 18. und 19. Jahrhundert eine wichtige Einnahmequelle, so erfolgte ab den 1960er-Jahren ein rapider Rückgang, bedingt durch synthetisch und somit günstiger hergestellte Produkte. Geblieben sind die vielen Lieder, die von der Lebenswelt der früheren Pecher erzählen und die vom Gesangstrio um Elisabeth Zottl Paulischin überzeugend und in beeindruckender Frische interpretiert werden. „Jå wann im Föhrawald då draußt die Bamerl bliahn“, dann lohnt sich heute ein Besuch von Lehrpfaden oder Museen zum Thema Pecherei, die 2011 ins Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Österreich aufgenommen wurde. Mit der CD „Wånn´s Pech zum Glück wird …“ waren die Protagonisten also wieder einmal zum richtigen Zeitpunkt initiativ!
(Edgar Niemeczek)

Hörbeispiele:

s´Fensterl (instr.)

Bin i net a Pecherbua

Zuck O

Holzknechtbuama (instr.)

Koa Junge kriag i net

Diandl bist stolz oder kennst mi net

Lahnsattler Holzknecht (instr.)

Ja wann im Föhrawald da draußt die Bamerl bliahn

Übers Loaterl do steig i net aufi

In Vater seiner (instr.)

Diandl wia gfällt dir da neiche Bua

Tüpi tauni

In Franzl seiner (instr.)

Aber Koihbauernbuam samma

Föhrerwaldler

Gstanzln

Draußt in da Schottergruabm

Trattenbecker

Unterberger Gmoaschloag (instr.)

Mei Dianderl is sauber

Da drunt im Stoanagrabn

 

 

Klingendes Archiv 3

KW 22 2020

Die dritte CD der Reihe „Klingendes Archiv“ nimmt das Schneeberggebiet als eine hervorragende Volksmusiklandschaft in den Blick. Diese Region war schon im 19. Jahrhundert durch die Erschließung des Landes mit der Eisenbahn von Wien aus leicht erreichbar. Wiederholt beforschten daher namhafte Volksmusiksammler Sänger und Musikanten vor allem in Puchberg am Schneeberg, in Miesenbach, in Klamm am Semmering und im Schneebergdörfl. Ins Licht der Öffentlichkeit rückte die Singkultur der Region durch die Volksliedersingen, die die RAVAG 1935 und 1949 veranstaltete. Besonders aufmerksam wurden die Forscher auf die Hödl Buam, nämlich Franz Kropf und die Brüder Karl und Franz Hödl. Ihre Art zu dudeln und zu singen ist legendär und bis heute vorbildhaft. Die Aufnahmen der CD stammen aus den 1960er Jahren.

Dem Hansl Trio ist das zweite musikalische Porträt gewidmet. Schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg schlossen sich Johann Ranner (Zither), Johann Krenn (Harmonika) und Johann Weninger (Gitarre) zum gemeinsamen Musizieren und Singen zusammen. Zu ihrem Repertoire gehörten nach eigenen Angaben „ländliche Musik“ und „Moderne Tänze“, mit denen sie in über 1.200 Auftritten unzählige Menschen begeisterten.

Die historischen Tondokumente beider Gruppen verdanken wir Prof. Walter Deutsch. Ein ausführliches Booklet mit vielen Hintergrundinformationen und mit einem Vorwort von Dr. Rudi Pietsch begleitet die wertvollen Aufnahmen.
(Peter Gretzel)

 

Hörbeispiele:

Feuerwehr Polka

Panzerböck Dudler

Das Landlebm hat Gott gebm

Schober Ländler

Diandl wia gfoit da da neiche Bua

Stoariegler Marsch

Schuster Hiasl Dudler

Edenhofer Ländler

Steigt da Hiasal zu da Miazal

Warum sollt i des Diandl net küssn

Auf zum Tanz

Der Schoberbäurische

Hätt i van Schüldhahn die Federn

Karwendl Ländler

Huliauf, geht´s Buama, steht´s auf

Fahr ma auffi auf die Alm

Steirer in F

Was steht da drobm am Almaspitz

Marsch der Steirer

Pfiat di God du scheana Alma

Scheiben Ländler

Tiaf am See da drunt

Oberländermarsch

Im Bakonyerwald

Hiazt gemma zan Heirign

Dem Holzer Sepp seiner

Mein Herz ist im Hochland

KW 21 2020

Die Volkslieder „I håbs a Dianderl gliabt, das war wie Edelweiß“, „Bei mein´ Diandl ihrn Fensta“ oder I håb scho drei Summa, mir´s hoamgehn vorgnumma“ gehören zu jenen insgesamt 16 Aufnahmen, die Marie-Theres Härtel und Hubert Pabi für die CD „Mein Herz ist im Hochland“ ausgesucht und eingespielt haben. Gleichermaßen harmonisch, berührend und schnörkellos klingen die Stimmen der beiden zusammen. Zudem vermittelt Hubert Pabis Harmonikaspiel den Eindruck, als wären Instrument und Musikant längst schon zusammengewachsen. Zu Hause im Übelbachgraben, einem Seitental des Mittleren Murtals im Bezirk Graz-Umgebung, wählten Marie-Theres Härtel und Hubert Pabi Lieder aus, die sofort ins Ohr gehen, zum Mitsingen animieren und im Zuge einer Almwanderung beim Einkehrschwung in eine Hütte sicher für gute Stimmung sorgen. Ihre Singweise ist ganz und gar überzeugend, denn die beiden wissen wirklich, wovon sie singen und kein gekünstelter Klangteppich deckt den Text zu. Wer es regionaltypisch mag und einen authentischen Singstil schätzt, der kommt mit diesem Tonträger sicher voll auf seine Rechnung.
(Edgar Niemeczek)

Hörbeispiele:

I hab scho drei Summa

Auf da Alm da ist es lustig

Mein Herz ist im Hochland

Walzerkoglerlied

Fahr ma´s aufi

Bei mein Diandl ihrn Fensta

Mia gfallt ja nix so guat

Blaude Fensta - greane Gatta

Wann da Schnee von da Alma weggageht

Andulko safarova

Wenn auf der Bergeshöhn die Alpenrosen blühn

Schilchertal-Lied

Die hohe Alm wird a schon grean

I habs a Dianderl gliabt

Wann i auf d´Alma geh

Hoch vom Ötscher drobm

25 Jahre D´Schlofhaumbuam

KW 20 2020

Ganz schön aufgeweckt!

Fünf Sänger, Freunde und patente Burschen, das sind die Schlofhaumbuam aus Miesenbach. Der Gruppenname leitet sich von der heimischen Tracht ab, und zwar von der einst im Winter getragenen Schlafhaube, über die dann tagsüber der Hut gesetzt wurde. Als Botschafter des Schneeberggebietes haben die Fünf vor allem Traditionelles aus der Region zwischen Puchberg und Miesenbach im Repertoire, ob nun die mündlich überlieferten typischen Dudler oder jene Lieder, die bereits vor mehr als 100 Jahren von Karl Kronfuß und den Brüdern Felix und Alexander Pöschl aufgezeichnet wurden. Dazu kommen Alm- und Liebeslieder, Scherzlieder, Jäger- und Schützenlieder sowie Kärntnerisches. Heuer feiern die Schlofhaumbuam bereits ihr 30. Bestandsjubiläum: Dazu herzliche Gratulation! Bleibt der Wunsch, noch recht lange ihren unverwechselbaren und wohligen Zusammenklang erleben zu können.
(Edgar Niemeczek)

Zwischen der Hohen und der Dürren Wand

Hiazt faungt dos schöne Frühjahr an

Zwoabossa Dudler

Foahr mas auffi auf di Oim

Siebendudler

Schwarze Kuahlan

Auf da Kuglwiesen

Die lustige Bäuerin

Wos kümmern mi die Sternlan

Oamoi foahn mas no her übern Semmering

Schmolln Holz Dudler

Mit an Luftballon do san mas

Da Aschgrabler Dudler

Schön ist dos Wildschützleben

Da Blosa Dudler

Mia sans hoit bsoff´ne Briada

Franzler Dudler

Bin is hoit a Pechabua

Bua waunst wüst Gamserl schiaßn

I bins aona, a kloana, a lebfrischa Bua

Hore

So lang mas jung san

Mc Donalds Lied

Da Summa is aus

Waht da Wind aus´n Schilf

Klingendes Archiv 2

KW 19 2020

Die zweite CD-Ausgabe der Reihe „Klingendes Archiv“ widmet sich dem Singen und Musizieren in den steirischen und niederösterreichischen Regionen Übelbachtal, Mürztal, Wechsel, Bucklige Welt, Pielachtal und Erlauftal. Die Doppel-CD bringt historische Aufnahmen von stilprägenden Persönlichkeiten, die als Vertreter der traditionellen Volksmusik unvergessen bleiben werden. Zu hören sind das Edler Trio, die Frankenfelser Buam, das Gamperl Trio, das Jägerquintett Harmannsdorf, das Hamot Trio und die Niederer Buam. In dieser Musikantentradition steht auch das Trio „Die fidelen 80er“, das Kajetan Schimek (Klarinette), Hans Draxler (Harmonika) und Hermann Handl (Posaune) nach einer jeweils langen individuellen musikalischen Vergangenheit 2013 aus Freude am Musizieren gegründet haben. Ein ausführliches Booklet mit ergiebigen Quellenangaben und dem einen oder anderen Faksimile aus dem Niederösterreichischen Volksliedarchiv bringt Sänger- und Musikantenporträts und liefert zahlreiche Hintergrundinformationen – ein wertvoller Einblick in eine lebendige Musik-Tradition!
(Peter Gretzel)

Hörbeispiele:

CD 1

Übelbacher Franzé

Landjäger Marsch

Gurktaler Walzer

Gamsjäger Marsch

Michl Polka

Buchbauer Walzer

Laternderl Franzé

Leobner Marsch

Almrausch Walzer

Jodler Lied vom Draxler Sepp

Im kalten Stoanagraben

Mein Liserl

Frühlingszauber

So geht´s zu bei uns in Wean

Hahnpfalz Walzer

Sterngucker Polka

Der Rauschige

Wildschützen Marsch

Didl-Didl-Wetzstoa Polka

Draxler Luis Polka

CD 2

Pretuler Polka

Beim Pfarrwirt

Beim Laterndl

Zum Ehrentanz

Halterbuam Marsch

In der Hinterbrühl

Der Abschied - die Hochzeit im Pielachtal

Ländler in B

I bin halt a Joager

Götschacher Jodler

Jetzt gfreut mi auf dera Welt

Hochzeitsmarsch aus Harmannsdorf

Steyrer aus Harmannsdorf

Frisch und Munter

Klarinettensepp Ländler

Jäger Polka

Konlechner Ländler

Der zum Dreinsingen

Juche der Schnee geht weg

Allweil lustig

Türnitzer Jodler

I mag net Küahhalten

Sonntag is

Da Summa is aussi

Steirische Polka

Ländler in B

Gesche Geister

Sonnberg Walzer

Gamsjäger Marsch

Mit Fiata und Saiten

KW 18 2020

Volksmusik auf Blech und Streich

Noch vor nicht allzu langer Zeit galt das Weinviertel als Region, in der Volksmusik sprichwörtlich mit der Lupe zu suchen sei. Mittlerweile änderte sich dieser Umstand vollkommen, denn ebenso wie in den alpinen Gegenden formierten sich auch im alten Viertel unter dem Manhartsberg zahlreiche Gruppen, die den Faden der Tradition wieder aufnahmen und ambitioniert weiterentwickelten. In diesem Zusammenhang spielten die Musikschulen eine große Rolle, indem die Lehrkräfte nicht nur das entsprechende Repertoire vermittelten, sondern auch selbst am Musikleben aktiv teilnahmen. Zu den wichtigsten Vertretern der Volksmusik speziell aus dem westlichen Weinviertel zählen ohne jeden Zweifel die Weinviertler Fiata-Musi und die Saitenhüpfer: Beide Ensembles stehen nicht nur für gute Töne und feine Klänge, sondern auch für eine von Selbstbewusstsein getragene Identität des Weinviertels.
(Edgar Niemeczek)

Hörbeispiele:


Pellendorfer Festtagsklänge

Stoabacher Landler

Wildschützenmarsch

Am Mühlbach

Weinviertler Schmankerl

I hab scho drei Summa

Blauer Portugieser

Erdäpfelpolka

Sonnberger Landler

Urgemütlich Schottisch

Musik und guter Wein

Willys Walzer

Fiatamusi-Polka

Gestern auf´d Nacht

A Zither und a Geign und a Ziachharmonie

Wohin Polka

Eviva Espana

Rosamunde

Taubenflug

Angeiger Tänze

Höher geht´s nimmer

Lustiger Bua

Geht´s Buama, gemma ham

Recht gemütlich

NÖ Weinhauermarsch

Klingendes Archiv 1

KW 17 2020

Sänger und Musikanten aus dem Bezirk Mödling

Auf der ersten CD der Reihe „Klingendes Archiv“ singen und musizieren der Wienerwald Viergesang, die 5-Gspån Musi, die 5-Viertler und die Sing-mit-Runde Wiener Neudorf vorwiegend aus handschriftlichen Quellen des Volksmusiksammlers Karl Liebleitner (1858-1942), die im Volksliedarchiv der Volkskultur Niederösterreich aufbewahrt werden. Diese große Musiksammlung beherbergt heute mehr als 30.000 Liedhandschriften und fast ebenso viele Instrumentalmusiknoten, die teilweise bis ins frühe 19. Jahrhundert oder fallweise noch weiter zurückreichen. „Klingendes Archiv 1“ öffnet einen Blick in die volksmusikalische Vergangenheit, zeigt aber auch, wieviel davon bis heute weiterlebt bzw. als Grundlage für neue Bearbeitungen dient.

Das Volksliedarchiv in der NÖ Landesbibliothek in St. Pölten steht übrigens allen Interessenten zur Benützung zur Verfügung, denn: Volksmusik verstaubt auch in Archivregalen nicht!
(Peter Gretzel)

Hörbeispiele:

Festlicher Marsch aus Kalksburg

Kloan bin i

Schwarzaugat

Menonet Nr. 1

Schnadahüpfln vom Fuße des Anninger

Zwa Diandln liabm

Mödlinger Dreier

Jetzt kummt scho bald Lichtmessn

Ein Schelmenlied aus Mödling Umgebung

Schöne Roserln

Wenn alle Leit schlofn

Wir eilen hin - Wallfahrtslied

Leut schauts mi recht guat an

Menonet Nr. 5

Es scheint der Mond scho schen

I han schon drei Summa

Schottischer in C

O Weinl rinn in mi

Kuhdirn steh auf

Polka in D

Zizipe Kohlmoasn

Das neue Jahr

Niederösterreichische Schnadahüpfln

Mödling Moonlight Melody

Ernst Spirk - eine musikalische Visitenkarte

KW 16 2020

Volksmusik vom Feinsten

Ist von Volksmusik in Niederösterreich die Rede, dann fällt sehr bald der Name Ernst Spirk: Musiker und Musikant, Komponist und Arrangeur, Instrumentenbauer, Forscher und Musikvermittler, all diese Kompetenzen stehen auf seiner Visitenkarte. Ein Leben mit Musik, für die Musik und voll Musik, so ließe sich der Lebensweg von Ernst Spirk beschreiben. Als Multiinstrumentalist begeistert er Volksmusikfreunde solistisch mit der Steirischen Harmonika ebenso wie mit seinen zahlreichen Ensembles. Ein genussvolles Hören der CD garantieren das ausgewählte Repertoire, die verschiedenen Besetzungen mit Streich-, Blas- und Saitenmusikinstrumenten sowie die an der Tradition orientierte, aber dennoch unverwechselbare Spielweise. Da kommt Freude auf!
(Edgar Niemeczek)

Hörbeispiele:

Schnellzug-Polka

Kirtagslandler


Záhorácka-Polka

Heligonka-Polka

Mando-Polka

Im Aeroplan-Galopp

Fetznschädl-Polka

Alter Ländler Nr. 2 aus Krumbach

Werkstatt-Polka

Böhmischer Walzer

Bezikl-Polka


Lust in der Brust

Ernstl-Boarischer

Landler aus Emmersdorf


Jedlićka-Polka

Eisenberger Landler


Blitzzug-Polka

Draßmarkter Polka

Jahrmarktwalzer


Wohin-Polka

Prölinger Hochzeitswalzer


Waschrumpl-Polka


Blondine-Mazurka

Schlawinermarsch

Lieder und Weisen zur Passion

KW 15 2020

Stationen am Weg zur Erlösung

Mitunter recht achtlos gehen wir manchmal vorbei an jenen Denkmalen, die an die Leidensgeschichte Jesu Christi erinnern: vorbei an Kreuzwegstationen, die in einem Kirchhof oder entlang besonderer Wege in der Landschaft stehen. Immer wieder sind es Kunstwerke, die das zum Ausdruck bringen, was dem rein rationalem Denken oft verborgen bleibt. Im musikalischen Schaffen denkt man zunächst an die großen Orchester- und Chorwerke, aber auch Lieder und Weisen im Volkston können tief empfundene Religiosität sowie Achtsamkeit für die Mitmenschen und die Umwelt zum Ausdruck bringen. Dies gilt für Überliefertes ebenso wie für Neuschöpfungen in der Art traditioneller Volksmusik. Ein überzeugendes Beispiel dafür geben der Rainbacher Dreig´sang aus dem Mühlviertel und die Vilsleit´nmusi aus Niederbayern: besinnlich, berührend, einfühlsam und hervorragend interpretiert!
(Edgar Niemeczek)

Die CD ist erschienen bei Bogner Records, sie können die CD in der "volkskultur - Buchhandlung der Regionen" bestellen - buchhandlung(at)volkskulturnoe.at.

 

Hörbeispiele finden Sie auf der Homepage von Bogner Records.

 

 

Pfiffikus

KW 14 2020

Zum A[:b:]usseln!

Mit den Aufnahmen auf dieser CD beweisen die Pfiffikusse in überzeugender Art und Weise, dass die manchmal totgesagte Volksmusik sehr intensiv lebt, und das in mehrfacher Hinsicht. Die drei jungen Geigerinnen Stephanie Neubauer, Katharina Hofbauer und Zoe Haas und Harmonikaspieler David Hofbauer interpretieren gemeinsam mit der Musikschullehrerin und Kontrabassistin Burgi Neubauer insgesamt 13 eingespielte Nummern in besonders beeindruckender Qualität: vokal und instrumental, vital und ausdrucksstark, traditionell und innovativ – Volksmusik, wie sie zu den verschiedensten Anlässen passt, ob zum Tanz, zur Geselligkeit oder einfach zum Genießen. Bravo bravissimo!
(Edgar Niemeczek)

Die CD Pfiffikus, herausgegeben von der Volkskultur Niederösterrreich im Jahr 2019, HeiVo CD 146, ist erhältlich bei der Volkskultur Niederösterreich - online "volkskultur - Buchhandlung der Regionen"

Hörbeispiele:

Aufgeiger Marsch

Auf zum Tanz

HIntn bei da Stådltür

Hannerl Steirer

Carolus Polka

Znagst hån i a Roas gmåcht

Druck lei zua

Gurktaler Walzer

A weng kurz, a weng lång

Dreissga-Franzé

Felsenberger Mazurka

Und a Waldbua bin i

Los Pottes

Kultur Niederösterreich