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Nachhaltigkeit

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_Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist im historischen Brandlhof schon lange ein zentrales Thema, Umweltbildung und -bewusstsein ein sichtbares Zeichen nach außen. Der Grundstein für einen ökologischen Betrieb wurde schon 1209 gelegt, als der Meierhof („Mageria“) erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Außenfassaden haben seit jeher einen Lehmputz sowie die traditionelle Kalkfärbelung.

Mit seiner Eigenversorgung ist der Brandlhof ein gutes Beispiel für das multifunktionale Dasein des damaligen bäuerlichen Lebens. Nach mehreren Generationen im Besitz der Familie Brandl wurde dieses bedeutende Zeugnis bäuerlicher Kultur 2002 an die Marktgemeinde Ziersdorf verkauft und an die Muttergesellschaft der Volkskultur Niederösterreich, die Kultur.Region.Niederösterreich, verpachtet. Damit wurde die nachhaltige Nutzung des Gebäudes weiter garantiert. Im Zuge der Vorbereitungen für die Niederösterreichische Landesausstellung 2005 wurde das historisch und architektonisch wertvolle Baudenkmal zu neuem Leben erweckt und einer sensiblen Revitalisierung unterzogen.

 

_Denkmalschutz und Ökologie sind kein Widerspruch

Der Anspruch der Volkskultur Niederösterreich ist gleichsam das Diktat des Denkmalschutzes: Alle Arbeiten sind in Material und Technik nach dem historischen Bestand in adäquater Art sowie im Einvernehmen mit dem Landeskonservatorat auszuführen. Bei allen Neu- und Ersatzinvestitionen steht der bewusste Umgang mit Ressourcen im Vordergrund.

Die Erhaltung des Brandlhofes liegt nicht nur im Interesse des Tourismus, sondern ist auch ein unschätzbarer Beitrag, das reiche kulturelle Erbe für zukünftige Generationen zu bewahren. Um diesen eine lebenswerte und gesunde Umwelt erhalten zu können, nehmen wir die Verantwortung für unsere Umwelt sehr ernst und bemühen uns, in verschiedensten Belangen Verbesserungen zu erzielen.

 

_Alter Bauerngarten als Vorbild

Die Grünflächen werden am Brandlhof nach den Grundsätzen des ökologischen Gartenbaus bewirtschaftet, das biologische Saat- und Pflanzgut nach jenen von „Natur im Garten“ mit Bio- und Naturprodukten gepflegt und gedüngt. Erfolgreich wird daran gearbeitet, alte und blühfreudige Sorten zu erhalten und zwecks Nachhaltigkeit Stauden sowie mehrjährige Pflanzen zu bevorzugen. Impulse holte man sich beim Anlegen von einem klassischen Bauerngarten. Die Pflanzenvielfalt auf engem Raum ist ein Wert an sich.

 

_Maßnahmen zum Schutz der Umwelt

Es gibt ein Abfallwirtschaftskonzept sowie ein Mülltrennsystem für Büro, Küche und Seminarraum. Putzmittel, sofern nicht alternative Naturprodukte, haben allesamt Bio-Qualität. WC-Papier und Papierhandtücher tragen das österreichische Umweltzeichen. Im Büro wird nachhaltig gehandelt, dh. möglichst papierlos gearbeitet. Dafür wird ab sofort auf zertifiziertes Papier (gemäß ISO Typ-1) umgerüstet. Jahresprogramme und Folder sehen wir als wertige Drucksorten und realisieren sie in ausgewählten Druckereien nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens. Der Brandlhof wird mit Strom aus 100% erneuerbaren Energieträgern von der EVN Energievertrieb GmbH versorgt. Ein aktueller Energieausweis liegt vor.

 

_Bildung & Vermittlung

In den letzten Jahren etablierte sich der Standort Brandlhof der Volkskultur Niederösterreich zur HANDwerkstatt, wo überlieferte Handwerkstechniken vermittelt und neu interpretiert werden. Diese sogenannten allerHANDwerk-Kurse haben dominant umweltrelevante Themen wie z.B. Heilendes nach Hildegard von Bingen, Kräuter sammeln und binden, Bienenwachskerzen, Vom Schaf zum Schal, Vom Flachs zum Leinen, Färben mit Naturmaterialien, Hadernpapier uvm. Im Sinne der Umweltbildung informieren wir die Gäste und KursteilnehmerInnen über die biologische Vielfalt vor Ort und unsere Naturerhaltungsmaßnahmen. Unsere Intention ist die Sensibilisierung der Gäste. Ihnen soll eine Auszeit vom Alltag und das Eintauchen in Geschichten und Geschichte gelingen.

Wir freuen uns, Sie bald in unserem staatlich ausgezeichneten Betrieb willkommen zu heißen!


Hier gibt es unser Nachhaltigkeitskonzept zum Download

Hier gibt es die Gästeinfo zum Download

Kultur Niederösterreich