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Geschichte

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Das NÖ Volksliedarchiv wurde 1905 als niederösterreichischer Arbeitsausschuss zum Projekt "Das Volkslied in Österreich" gegründet. Es ist das älteste und umfangreichste seiner Art in Österreich.

Der berühmte Sammler und Forscher Raimund Zoder (1882–1963) war an der Gründung und am Aufbau des Archivs maßgeblich beteiligt. Im Laufe der Zeit wurde eine bedeutende Sammlung von Liedern, Instrumentalstücken, Tänzen, Märchen, Sagen und Volksschauspielen angelegt. Raimund Zoder leitete das Archiv bis 1938 und erneut 1945–1959. Durch Kriegswirren verlorengegangene Bestände konnte er teilweise rekonstruieren. Franz Schunko, Herbert Rathner, Dorli Draxler, Nicola Benz, Wolfgang Stanicek, Erni Ströbitzer und Nicole Malina-Urbanz übten die Agenden der Archivleitung aus.

1999 übersiedelten die stark angewachsenen Bestände des NÖ Volksliedarchivs aus dem Bockkeller in Wien nach St. Pölten in die NÖ Landesbibliothek, wo sich auch das Büro befindet. Seit 2002 werden die Bestände des NÖ Volksliedarchivs sukzessive elektronisch erfasst und verzeichnet. In den Folgejahren arbeiteten die hauptamtlichen Volksliedarchivare an der Erweiterung, Pflege und Verzeichnung der Bestände und waren in diversen Forschungsprojekten tätig.

Seit 2013 liegt der Schwerpunkt des NÖ Volksliedarchivs neben der Digitalisierung der Handschriften- und Tonträgerbestände auf der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Auswertung der Bestände zu Themen der Volksmusikforschung in Niederösterreich und den angrenzenden Ländern im 20. Jahrhundert.