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Kremser Kamingespräche | Ressourcen | Handelswaren

Mi 9.5.2018, 18.00 Uhr, Haus der Regionen
Mag. Alois Huber und Dipl.-Ing. Georg Strasser diskutieren über den Umgang der Gesellschaft mit Konsumgütern.

Unter Handelswaren versteht man im Allgemeinen die im Wirtschaftsleben umgesetzten Wirtschaftsgüter, wofür materielle Produkte aller Art in Betracht kommen, ob Rohstoffe, landwirtschaftliche Erzeugnisse, Konsumgüter genauso wie Investitionsgüter bis hin zu Wert-papieren oder verschiedenen Finanzprodukten.
Vom produzierenden Betrieb unterscheidet sich der Handelsbetrieb im Wesentlichen durch sein Geschäft mit Waren, Erzeugnissen und Produkten. Der Handel setzt also keine Werkstoffe ein, sondern vermittelt Produkte in der Wertschöpfungskette bis zur Letztverwendung, Bauernbundmeist zum Konsumenten. In den westlichen Industrieländern ist ein Großteil der am Markt angebotenen Güter im Überfluss vorhanden, während es in den ärmsten Ländern der Welt an vielem mangelt. Die Opulenz an Handelswaren aller Art führte in den letzten Jahrzehnten verstärkt zu einem bemerkenswerten Konsumverhalten in den reicheren Industriestaaten. Der Begriff der Wegwerfgesellschaft wurde geprägt, wobei selbst Lebensmittel in großem Ausmaß der Vernichtung anheimfallen.
Ist es angebracht, Österreichs Bevölkerung oder bestimmte Bevölkerungsgruppen als Wegwerfgesellschaft zu bezeichnen? Leben wir speziell in Westeuropa und den USA in einer Ära der Nahrungsmittelüberschüsse? Welchen Stellenwert nehmen Themen wie Mülltrennung oder Recycling ein? Könnte ein allgemein einsetzender Bewusstseinswandel einen Gegentrend zur Überflussgesellschaft einleiten, ob nun aus existentieller Not oder moralischen Gesichtspunkten begründet? Oftmals werden Handelsspannen derart
kritisiert, dass der Letztverbraucherpreis in keiner Relation zum Erzeugerentgelt stehe. Besteht hier ein relevantes Missverhältnis, legt man soziale oder geopolitische Maßstäbe zu Grunde?
Welcher Stellenwert kommt alternativen Handelsformen zu, denkt man an Modelle der Subsistenzwirtschaft, an karitative Initiativen oder die Direktvermarktung? Welchen Einfluss hat der Handel auf eine gedeihliche Wirtschaft, sowohl in mikro- als auch makroökonomischer Hinsicht, denkt man insbesondere an globale Wirtschafts- und Finanzkrisen?